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Italien verlängert Corona-Notstand - Testpflicht auch für Geimpfte und Genesene aus der EU

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Von su  mit dpa
Italien verlängert Corona-Notstand - Testpflicht auch für Geimpfte und Genesene aus der EU
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In Italien hat die Regierung den Notstand wegen der Corona-Pandemie bis Ende März 2022 verlängert. Das gab der Amtssitz von Ministerpräsident Mario Draghi in Anschluss an ein knapp einstündiges Treffen des Ministerrates bekannt. Per Dekret verlängerte die Regierung die Befugnisse für den Zivilschutz und den außerordentlichen Kommissar für den Corona-Notfall, Francesco

Figliuolo, der unter anderem die Impfkampagne koordiniert.

Und Gesundheitsminister Roberto Speranza hat eine neue Verordnung unterzeichnet: Wer aus einem EU-Land nach Italien einreist, muss ab diesem Donnerstag (16.12.) einen negativen Corona-Test vorweisen. Ungeimpfte müssen fünf Tage in Quarantäne. Das gilt zunächst bis Ende Januar.

Auch die bereits vorgesehenen Maßnahmen für Einreisende aus dem außereuropäischen Ausland wurden ausgeweitet.

Italien verschärft im Moment sukzessive seine Maßnahmen gegen die Covid-19-Pandemie. Von diesem Mittwoch (15.12.) an soll laut Medien eine Impfpflicht für Lehrer, Erzieher, Militär, Polizisten, Rettungskräfte sowie Mitarbeiter der Gesundheitsverwaltung gelten. Für Gesundheitspersonal gilt bereits eine Impfpflicht, auch für's Boostern. Impfverweigerer werden demnach ohne Gehaltsfortzahlung vom Dienst suspendiert.

Seit vergangener Woche gilt in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens in Italien der sogenannte “Super Green Pass”. Er entspricht den deutschen 2-G-Regeln.

Beschlossen wurden auch die Kriterien, anhand derer die Regionen in weiße, gelbe, orange oder rote Zonen eingeteilt werden. Das Dekret sieht jedoch keine allgemeine Maskenpflicht im Freien vor. Darüber war im Vorfeld des Ministerrattreffens spekuliert worden.

Das Gesundheitsministerium in Rom hat an diesem Dienstag 120 Covid-Tote gemeldet. So viele Todesfälle binnen 24 Stunden gab es seit Mai nicht mehr. Mehr als 850 Patienten benötigen eine intensivmedizinische Behandlung, an einem Tag kamen fast 100 dazu. Rund 20.000 Personen wurden positiv getestet.

su mit dpa