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"Herz aus Gold" - Joshua (16) tot in Berlin-Hellersdorf aufgefunden

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Von Euronews  mit Twitter
Berlin Hellersdorf - dort wurde Joshua tot aufgefunden - ARCHIVBILD
Berlin Hellersdorf - dort wurde Joshua tot aufgefunden - ARCHIVBILD   -   Copyright  Markus Schreiber/Markus Schreiber

Die Eltern hatten seit drei Wochen intensiv nach Joshua gesucht, eine Facebook-Seite für den Vermissten eingerichtet und die Medien mobilisiert. Der 16-Jährige war am Morgen des 3. Dezember in Berlin-Hellersdorf in die Schule aufgebrochen, aber nie dort angekommen.

An diesem 1. Weihnachtstag ist Joshua tot aufgefunden worden - in einer Grünanlage in Biesdorf im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Laut dem Berliner Tagesspiegel geht die Polizei nicht von einem Fremdverschulden aus. Die Mutter und der Vater hatten bis zuletzt gehofft, der Jugendliche sei nur weggelaufen.

Jetzt bedankt sich der Vater Rico Baganz auf Twitter und schreibt: "Wir sind überwältigt von der Anteilnahme."

Auf der Facebook-Seite "Wir suchen Joshua" hatte die Familie die traurige Nachricht mitgeteilt: "Heute am 25.12.2021, nach knapp drei Wochen seines Verschwindens am 03.12.2021, haben wir nun traurige Gewissheit, dass Joshua nicht mehr am Leben ist. Wir möchten euch von Herzen für eure Unterstützung bei der Suche danken - dieser Zusammenhalt hat uns viel Hoffnung gegeben. Eine Hoffnung, von der wir uns nun leider verabschieden müssen. Aktuell herrscht Leere, Trauer und Machtlosigkeit… Gute Reise, Joshua. Du fehlst."

Noch am 24. Dezember hatte Joshuas Vater geschrieben: "Für den Krümel versuchen wir hier sowas wie Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen. Klappt eher semi. Dennoch wünschen wir allen ein schönes Fest. Und Joshi wenn du das liest, egal wo du bist, frohe Weihnachten & komm bald nach Hause."

Der Vater, der Fotograf und Mediendesigner Rico Baganz hatte auch vom Heiligabend ohne Joshua berichtet. Die traurigen Tweets wurden an Weihnachten zehntausendfach geteilt.

Am 27. Dezember möchte der Vater erklären, wer Joshua war: ein Baby, das er gleich nach der Geburt von den anderen Babys auf der Krankenhausstation unterscheiden konnte und das am liebsten im Arm gehalten wurde. Ein Kind mit einem Herz aus Gold.

Hinweis der Redaktion: Sollten Sie selbst Hilfe benötigen, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge. Sie können sich per Chat, Mail oder telefonisch kostenlos und anonym unter 0800/111 0 111 beraten lassen. 

Ein muslimisches Beratungstelefon gibt es rund um die Uhr unter 030 - 44 3509 821 (oder wenn nicht in Deutschland: 0049 - 30 / 44 35 09 821). In Österreich können Sie sich unter der Telefonnummer 142 beraten lassen oder im Internet. In der Schweiz hilft die Dargebotene Hand im Internet und unter der Telefonnummer 143.

Weitere Hilfsangebote gibt es bei der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

Weitere Quellen • Tagesspiegel