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Norwegens schlimmstes Blutbad - Utoya-Attentäter Anders Breivik bleibt hinter Gittern

Norwegens schlimmstes Blutbad - Utoya-Attentäter Anders Breivik bleibt hinter Gittern
Copyright OLE BERG-RUSTEN/Ole Berg-Rusten / NTB
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Von Andrea Büring mit dpa
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Er hat 77 Menschen dem Gewissen - der rechtsextreme Massenmörder Anders Breivik. Seinem Gesuch auf vorzeitige Haftentlassung erteilten die Richter eine Absage. Breivik sei weiterhin eine Gefahr für die Gesellschaft.

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Der rechtsextreme norwegische Massenmörder Anders Breivik kommt nicht auf freien Fuß. Die Richter wiesen einen entsprechenden Antrag auf Haftentlassung ab. Der Utoya-Mörder sei auch heute noch in der Lage, neue schwere Verbrechen zu begehen, so die Begründung.

Eine Turnhalle als Gerichtssaal

Die Verhandlung in Telemark fand vor zwei Wochen etwa 130 Kilometer von Oslo entfernt statt. Eine Turnhalle wurde hierfür zu einem Gerichtssaal umfunktioniert. 

Breivik sagte, er habe jeglicher Gewalt abgeschworen, sei aber weiter Nationalsozialist. Er beschwerte sich über die Haftbedingungen, er sitzt in Isolation.

Schlimmstes Blutbad in Norwegen

Der 42-Jährige hatte vor rund zehn Jahren insgesamt 77 Menschen ermordet. Es war das schlimmste Blutbad in Norwegen seit dem zweiten Weltkrieg. Zunächst zündete er eine Autobombe im Regierungsviertel von Oslo, die acht Menschen in den Tod riss. Danach erschoss er 69 Menschen - hauptsächlich Jugendliche -, die auf der Insel Utoya an einem Jugendlager der sozialdemokratischen Arbeiterpartei teilnahmen. 

Als Beweggründe des Massakers nannte Breivik islamfeindliche und rechtsextremistische Motive.

Wahrscheinlich lebenslang

Breivik sitzt derzeit eine Haftstrafe von 21 Jahren ab - die längstmögliche Gefängnisstrafe in Norwegen. Sollte er danach weiter als gefährlich eingeschätzt werden, bleibt er hinter Gittern. Nach den ersten zehn Jahren hatte er die Möglichkeit, um eine frühzeitige Haftentlassung zu bitten.

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