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Warum ist Putins Jacht aus Hamburg geflüchtet?

Luxusyacht "Eclipse" in der Werft Blohm + Voss im Hamburger Hafen, 11.06.2010
Luxusyacht "Eclipse" in der Werft Blohm + Voss im Hamburger Hafen, 11.06.2010 Copyright MAURIZIO GAMBARINI/AFP
Copyright MAURIZIO GAMBARINI/AFP
Von Euronews
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Sie wurde seit September in Hamburg überholt. Doch nach einem Medienbericht über Putins Jacht ist sie gen Osten in See gestochen.

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Monatelang hat die Privatjacht "Graceful", die dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gehören soll, im Hamburger Hafen gelegen. Nun ist sie überstürzt in Richtung Russland ausgelaufen.

Derzeit nimmt das Schiff Kurs auf Kaliningrad in der gleichnamigen russischen Enklave zwischen Polen und Litauen, wie die Webseite Marine Traffic zeigt. Die Aktion löste Spekulationen darüber aus, ob die übereilte Abfahrt der Jacht mit der Ukraine-Krise in Zusammenhang stehen könnte. So hatten die USA und ihre westlichen Verbündeten zuletzt Sanktionen gegen Russland diskutiert, die auch russische Unternehmer empfindlich treffen könnten. Dass der Eigner der "Graceful" eine Festsetzung seiner Jacht befürchtet hat, kann nicht ausgeschlossen werden.

Seit September wurde die "Graceful" in der Hamburger Werft Blohm + Voss überholt, so hat sie zwei neue Balkone bekommen, und eine Rumpfreinigung hinter sich. Zudem wurden die Motoren überholt. Am vergangenen Sonntag hatten die Kieler Nachrichten berichtet, dass die 82 Meter lange Jacht im Hamburger Hafen liegt, direkt neben einer Korvette der deutschen Marine. Binnen 24 Stunden nach dem Bericht verließ das Schiff den Hamburger Hafen.

Die "Graceful" war vor ihrer Überholung in Hamburg im Schwarzen Meer unterwegs gewesen. Putin hatte im Mai vergangenen Jahres auf dem Schiff den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko empfangen. Weilt Russlands Präsident in Sotschi, dient sie ihm als Residenz.

Die Werft hat sich unter Berufung auf die Diskretion gegenüber Kunden nicht zu dem Vorfall äußern wollen. Blohm + Voss soll noch weitere Yachten russischer Unternehmer beherbergen.

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