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"Tag des Leuchtenden Sterns": Nordkorea feiert 80. Geburtstag Kim Jong Ils

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Von Euronews  mit AFP, AP
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"Tag des Leuchtenden Sterns": Nordkorea feiert 80. Geburtstag Kim Jong Ils
Copyright  Jon Chol Jin/AP

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und hochrangiger Regierungsvertreter haben an einer Zeremonie anlässlich des 80. Geburtstags des verstorbenen Staatschefs Kim Jong Il in Samjiyon teilgenommen. Die Feier fand bei Minusgraden im Freien statt, allerdings ohne Militärparade.

Kim Jong Un verneigte sich vor einem Denkmal seines Vaters, das fünf Jahre nach seinem Tod Nordkoreas symbolträchtigen Berg Paektu aufgestellt wurde. Kim Jong Il war von 1994 bis zu seinem Tod im Jahr 2011 Nordkoreas Staatschef. Seitdem führt sein Sohn die Amtsgeschäfte.

In Nordkorea heißt es, das Kim Jong Il in einem Wald am Fuße des Berges, der sich an der Grenze zu China befindet, geboren wurde. Historiker außerhalb Nordkoreas gehen davon aus, dass Kim Jong Il im fernen Osten Russlands geboren wurde.

"Tag des Leuchtenden Sterns"

Der 16. Februar, der als offizielles Geburtsdatum Kim Jong Ils gilt, wird in Nordkorea auch "Tag des Leuchtenden Sterns" genannt.

Im nordkoreanischen Kalender gibt es zahlreiche Jahrestage, die sich auf die offizielle Geschichte des Landes beziehen, insbesondere auf Kims Vater und seinen Großvater Kim Il Sung, der Gründungsvater des Landes gilt. Derartige Anlässe werden mit Blumenausstellungen, Massentänzen und lobenden Erwähnungen in den staatlichen Medien gefeiert, wohl, um die Loyalität zur Führung zu stärken.

Nordkoreanische Staatsmedien zeigten zum 80. Geburtstag Kim Jong Ils eine Menschenmenge, die sich vor der überlebensgroßen Statue versammelt hatte, um "den großen Glücksfeiertag der Nation" zu feiern, wie das zu feiern, die offizielle Nachrichtenagentur KCNA berichetete. Beim Anblick des Machthabers Kim Jong Un sei die Menge in "stürmischen Jubel" ausgebrochen, so KCNA. Die Region Ryanggang an der chinesischen Grenze hat umfangreiche Mittel erhalten - dort sollen neue Wohnungen, Hotels und ein Skiressort entstehen.

Beobachter rechnen mit weiteren Raketentests

Jahrestage wie der Geburtstag Kim Jong Ils werden vor allem in Südkorea genauestens verfolgt. Einige Beobachter hatten damit gerechnet, dass Nordkorea zu dem Anlass seine neuesten Waffen auf einer Militärparade präsentieren würde.

Erst im Januar hatte das isolierte Land sieben Raketentests durchgeführt und damit den Süden weiter provoziert. Pjöngjang hat außerdem gewarnt, dass es sein selbst auferlegtes Moratorium aufgeben und erneut Interkontinentalraketen oder Atomwaffen testen könnte.

Experten zufolge könnte Pjöngjang den nächsten wichtigen Jahrestag - den 110. Geburtstag von Kim Il Sung am 15. April - nutzen, um einen größeren Waffentest durchzuführen.