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"Heilfroh", dass Putin Luhansk und Donezk anerkennt

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Von Galina Polonskaya
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Polonskaya nahe Rostow am Don
Polonskaya nahe Rostow am Don   -   Copyright  Euronews

Kristina ist 32 Jahre. Mit ihren Kindern hat sie die Ost-Ukraine verlassen, aus Angst vor der ukrainischen Armee. Jetzt ist sie in diesem Hotel über der Grenze in Russland untergebracht. Ihr Mann ist zurückgeblieben.

Kristina sagt: “Als wir unsere Sachen packten, da war mein Mann sehr besorgt. Ich auch. Am liebsten hätten wir beide geweint. Wir sind nervlich am Ende. Aber wir konnten nicht weinen. Wir mussten stark sein, für die Kinder. Wie es jetzt weitergehen soll, das wissen wir nicht. Wir wollen wieder heim."

"Und wie finden Sie die Anerkennung der Volksrepubliken?", fragt die Reporterin.

"Das ist eine gute Sache. Das ist gut. Moskau wird uns helfen."

Alte Menschen, Frauen und Kinder sind in dem Hotel in der Nähe von Rostow am Don untergebracht. 39 sind sie jetzt. Irina ist mit ihrem neunjährigen Enkel Wladislaw geflohen: “Zwei Tage lang dauerten die Feindseligkeiten ununterbrochen an. Wir hatten solche Angst. Die Fenster bebten. Aus dem Hinterhalt haben sie geschossen. Wir sorgten uns um den Jungen. Jetzt sind wir in Sicherheit, aber wir wollen wieder nach Hause. Endlich hat Russland uns anerkannt. Wir sind doch Russen, da gibt es doch nichts daran zu rütteln."

Wann sie wieder zurück können, ist noch unsicher. Alle sind sich hier einig, dass es gut war, dass die Separatistenrepubliken von Moskau anerkannt wurden.

Alexandra ist 83 Jahre alt: “Wir sind heilfroh, dass Putin Luhansk und Donezk anerkannt hat. Er wird uns helfen. Endlich werden wir eine anständige Rente bekommen."

Den Berichten zufolge sind mehr als 90.000 Menschen in den vergangenen Tagen aus den Separatistengebieten nach Russland gekommen. Sie sind in verschiedenen Regionen Russlands untergebracht.