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Krieg in der Ukraine: Selenskyj will sofortige Aufnahme in die EU

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Von euronews  mit dpa
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Hochhaus in Kiew von Raketenangriff getroffen
Hochhaus in Kiew von Raketenangriff getroffen   -   Copyright  Efrem Lukatsky/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved

Bei den schweren Angriffen auf die ukrainische Haupstadt Kiew ist offenbar ein Hochhaus von einem Geschoss getroffen worden. Mehrere Stockwerke auf der einen Seite des Gebäudes wurden zerstört. Das Haus liegt am südwestlichen Rand der Stadt nahe dem Flughafen Schuljany. Zuverlässige Angaben über die Zahl der Toten oder Verletzten gibt es nicht.

Die ganze Nacht über wurde Kiew von zahlreichen Explosionen erschüttert. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko befindet sich die Stadt aber weiter in der Hand der Regierung. Am Morgen seien noch keine russischen Truppen in der Stadt. Allerdings versuchten die Russen, weiter in die Millionenmetropole vorzudringen. Stand 5 Uhr früh gebe es 35 Verletzte, unter ihnen zwei Kinder. Auch diese Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj meldete sich in der Nacht zum Samstag und am Morgen immer wieder in Videobotschaften. Unter anderem forderte er die Aufnahme seines Landes in die EU - derzeit ein aussichtsloses Unterfangen. Vor allem wollte er zeigen, dass er die Ukraine nicht verlassen habe: "Ich bin hier." Das Land müsse verteidigt werden. Putin hatte die ukrainische Armee aufgefordert, die Waffen niederzulegen. Das zeichnete sich nicht ab.

Zuvor hatte auch der ukrainische Präsidentenberater Mychajlo Podolak gesagt, die Regierung beherrsche die Lage. "Sowohl in der Stadt selbst als auch am Stadtrand von Kiew ist die Situation unter Kontrolle", sagte Podolak der Agentur Unian zufolge. Die Angreifer versuchten, große Zahlen von Militärtechnik und Streitkräften in die Stadt zu bringen. Dort seien russische Saboteure aktiv, gegen die ukrainische Sicherheitskräfte erfolgreich vorgingen. In denAußenbezirken kämpfe die Armee gegen die russischen Angreifer.

Die ukrainische Regierung rief die Bevölkerung auf, in Bunkern und Kellern Schutz zu suchen. Es sei mit Straßenkämpfen zu rechnen, deshalb sollten die Menschen so vorsichtig wie möglich sein.

Aus Furcht vor einem großen Angriff russischer Truppen weitet die ukrainische Hauptstadt Kiew die nächtliche Ausgangssperre aus. Sie gilt jetzt bereits seit dem späten Samstag Nachmittag Ortszeit. Bisher konnten die Menschen bis 22 Uhr auf die Straße. Die U-Bahn in Kiew stellte ihren Betrieb ein.