Noch mal 500 Mio. Militärhilfe - aber keine Hoffnung auf raschen EU-Beitritt der Ukraine

Noch mal 500 Mio. Militärhilfe - aber keine Hoffnung auf raschen EU-Beitritt der Ukraine
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Von Euronews mit DPA
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In der Erklärung des EU-Gipfels in Versailles vom frühen Freitagmorgen hieß es zwar, die Ukraine gehöre zur europäischen Familie. Aussicht auf ein Eilverfahren in Sachen EU-Beitritt gab es nach den rund achtstündigen Gipfel-Beratungen jedoch nicht.

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Mehr Geld und mehr Waffen, ja. Aber Hoffnungen der Ukraine auf einen raschen Beitritt haben die EU-Staats- und Regierungschefs jedoch einen deutlichen Dämpfer verpasst.

In der Erklärung des EU-Gipfels in Versailles vom frühen Freitagmorgen hieß es zwar, die Ukraine gehöre zur europäischen Familie. Konkrete Zusagen oder die Aussicht auf ein Eilverfahren in Sachen EU-Beitritt gab es nach den rund achtstündigen Gipfel-Beratungen jedoch nicht.

Man habe sich darauf konzentriert, was kurzfristig getan werden könne, Sanktionen, militärische und humanitäre Unterstützung, so der niederländische Regierungschef Mark Rutte.

Nach den Worten des EU-Ratschef Charles Michel soll es weitere 500 Millionen Euro für Waffen und Ausrüstung geben. Der EU-Außenbeauftragte der Europäischen Union, Josep Borrell, bestätigte dies am Frreitagmorgen.

Wenn die Mitgliedstaaten dem zustimmen, würden sich die Mittel für den gemeinsamen Kauf und die Lieferung von Waffen aus der sogenannten Friedensfazilität auf eine Milliarde Euro erhöhen. Ein erstes Paket über 500 Millionen Euro war bereits Ende Februar bewilligt worden.

Ein weiteres wichtiges Thema, das den zweiten Gipfeltag in Versailles beherrschen dürfte, sind Energielieferungen aus Russland.

Grundsätzliche Einigkeit herrscht darüber, dass die Abhängigkeit von Gas, Öl und Kohle verringert werden soll.

Doch der Vorschlag eines kompletten Embargos, wie es etwa die USA ausgesprochen hatten, wird etwa von Deutschland und Frankreich abgelehnt.

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