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Russland gefährlich nah: NATO verstärkt Ostflanke im Baltikum

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Von Euronews  mit EBU
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Britische Truppen auf dem NATO-Stützpunkt in Tapa, Estland (25. Februar 2022)
Britische Truppen auf dem NATO-Stützpunkt in Tapa, Estland (25. Februar 2022)   -   Copyright  AP Photo/Sergei Stepanov

Die dänische Armee hat rund 150 Soldaten, Ausrüstung und Fahrzeuge auf den NATO-Militärstützpunkt Tapa in Estland verlegt. Die Truppenentsendung ist Teil der Bemühungen der NATO, die militärische Präsenz entlang ihrer Ostflanke zu verstärken.

Die sogenannte NATO Enhanced Forward Presence mit rotierenden Truppenteilen ist neben Estland auch in Lettland und Litauen sowie Polen präsent.

Der russische Angriff auf die Ukraine hat das Militärbündnis in Alarmbereitschaft versetzt. Die Truppenaufstockung soll auf Russland eine abschreckende Wirkung haben.

Sollte Moskau den Krieg in der Ukraine auf weitere Länder ausweitem, könne die NATO mit voller Stärke antworten. Der NATO-Kampfverband in Estland steht unter Führung Großbritanniens.

"Unser Ziel ist es, der NATO und Estland eine echte Demonstration unseres Engagements für ihre Sicherheit zu geben und jeden Aggressor, der die Sicherheit der NATO gefährdet, abzuschrecken", erklärt Oberstleutnant Simon Worth. "Es ist ein großartiges Team, das ich hier habe (befehle) dieses Team ist Teil aller anderen Teams der NATO, die uns alle sicher halten."

Nur 160 Kilometer von der russischen Grenze entfernt

Auf dem NATO-Militärstützpunkt Tapa - nur 160 Kilometer von der russischen Grenze entfernt - hat der Einmarsch Russlands in die Ukraine bei den Truppen erhöhte Aufbruchstimmung ausgelöst.

Nirgendwo kommen sich die NATO und Russland so gefährlich nah wie im Baltikum. Sollte Putin seine Offensive ausweieten, so ist man sicher, wären die Baltenstaaten als erste an der Reihe.

Um die europäische Sicherheit nicht nur an der Ostflanke geht es am Montag in London. Der britische Premierminister Boris Johnson hat nordeuropäische und baltische Länder Im Rahmen der Militärkoalition Joint Expeditionary Force zu einem Gipfeltreffen geladen.

Die Einladung gilt den Mitgliedsländern der von Großbritannien angeführten Militärkoalition Joint Expeditionary Force. Dazu zählen neben Großbritannien die Länder Dänemark, Estland, Island, Lettland, Litauen, die Niederlande und Norwegen sowie Schweden und Finnland.