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Große Pläne für Kuçova: Der alte Militärflughafen in Albanien soll zu NATO-Stützpunkt werden

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Von Euronews  mit AP
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Große Pläne für Kuçova: Der alte Militärflughafen in Albanien soll zu NATO-Stützpunkt werden
Copyright  AP Photo

Noch ähnelt der Ort eher einem Friedhof für uraltes Fluggerät aus Sowjetzeiten, das hier am Rand der Piste seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Doch die NATO hat große Pläne für den ehemaligen Militärflughafen Kuçova in Albanien.

Der einstige sowjetische Luftwaffenstützpunkt soll zu einem strategisch wichtigen NATO-Operationszentrum auf dem Westbalkan werden. Im Januar begannen die Umbauarbeiten. Die NATO und Albanien haben 50 Millionen Euro in Umbau und Renovierung investiert.

Bis heute wird der Militärflughafen von der albanischen Luftwaffe genutzt, allerdings landen und starten derzeit kaum Flugzeuge.

"Unsere Söhne werden mit F-16 Jets fliegen - ganz sicher"

"In der Zeit des Kalten Krieges war die Flugintensität sehr hoch", berichtet Viktor Vangjeli, ein ehemaliger albanischer Kampfpilot. "Es gab täglich Flüge. Und der Stützpunkt war bis 1962 für die Abdeckung des gesamten Luftraums des Landes zuständig."

Der Luftwaffenstützpunkt liegt 85 Kilometer südlich der Hauptstadt Tirana und ist nach der nahe gelegenen Kleinstadt Kuçovë benannt - die während des kommunistischen Hodscha-Regimes als Stalinstadt (Qyteti Stalin) bezeichnet wurde.

Bald könnte hier nächste Generation albanischer Piloten auf modernsten Kampfflugzeugen ausgebildet werden, meint Viktor Vangjeli. "Unsere Söhne werden mit F-16 Jets fliegen, ganz sicher. Das ist erst der Anfang. Das wird ihnen die nötige Flugerfahrung vermitteln und die Fähigkeit, einen modernen NATO-Stützpunkt zu verwalten. Eine neue Luftwaffe mit Kampfjets wird entstehen. Das ist sicher."

Der neue NATO-Stützpunkt soll bis Ende 2023 einsatzbereit sein. Von der Umwandlung erhofft man sich hier nicht nur militärische, sondern auch soziale und wirtschaftliche Impulse für die Region.

Albanien, das seit 2009 Mitglied der NATO ist, hat die russische Invasion der Ukraine scharf verurteilt und sich den harten EU-Sanktionen angeschlossen.