Selenskyj: Russische Soldaten werden in den Donbass geholt

Eine Frau in Irpin vor ihrem zerstörten Haus.
Eine Frau in Irpin vor ihrem zerstörten Haus. Copyright ARIS MESSINIS/AFP or licensors
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Von euronews mit dpa
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In der Nacht gab es nach ukrainischen Angaben vor allem Angriffe im Süden des Landes. Zuverlässige Angaben über Tote und Verletzte liegen nicht vor.

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Nachdem ukrainische Truppen einige Gegenden rund um die Haupstadt Kiew zurückerobert haben, wird das Ausmaß der Zerstörung durch die Kämpfe deutlich, wie hier hier in der Stadt Irpin, westlich von Kiew. Die Militärflugplatz in der Hauptstadt wurde stark beschädigt. Die ukranische Seite warnt vor Überheblichkeit, auch wenn sie offenbar immer mehr Geländegewinne rund um Kiew verzeichnet.

In der Nacht gab es nach ukrainischen Angaben schwere Angriffe im Süden des Landes. So sei zum Beispiel dei Stadt Dnipro mit Raketen beschossen worden. Unabhängige Angaben über den Verlauf des Krieges und über die Zahl der Opfer gibt es allerdings nicht. Die ukrainische Regierung stellt die Bevölkerung auf weitere Kämpfe ein.

"Im Osten unseres Landes bleibt die Situation schwierig. Russisch Truppen werden im Donbass und in der Region um Kharkiv verstärkt. Sie bereiten dort neue Angriffe vor. Wir werden uns verteidigen. Wir nutzen alle Ressourcen die wir haben, interne und externe", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Mit einem Besuch in Kiew hatte die Präsidentin des Europaparlamentes Roberta Metsola ihre Unterstützung für die Ukraine deutlich gemacht. Sie war die erste offizielle Vertreterin der EU, die seit dem Ausbruch des Krieges in das Land gereist war. Bei den Gesprächen mit der ukrainischen Regierung ging es unter anderem um die Möglichkeit eines EU-Beitritts. Außerdem sprach Metsola im ukrainischen Parlament. "Ich bin heute hier als Vertreterin des Europäischen Parlaments der Menschen in Europa um ihnen zu sagen: Wir sind an ihrer Seite", sagte sie.

Offen ist weiter, wer für den Angriff auf ein russisches Öldepot in Belgorod verantworlich ist. Russland gab dafür ukrainischen Streitkräften die Schuld. Die ukrainische Seite wies den Vorwurf zurück. Der Sekretär des nationalen Sicherheitsrates sagte, man wisse nicht, warum die Russen das behaupten würden. Die Aussage sei jedenfalls falsch.

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