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VIDEO: Marine Le Pen (53) am Wahlsonntag in Frankreich, sie will es noch mal wissen

Marine Le Pen im Wahlbüro in Hénin-Beaumont am 10. April 2022
Marine Le Pen im Wahlbüro in Hénin-Beaumont am 10. April 2022 Copyright Michel Spingler/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.
Copyright Michel Spingler/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.
Von Euronews mit AP
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Einige Fans warten vor dem Wahlbüro im nordfranzösischen Hénin-Beaumont auf Marine Le Pen. Die rechtsextreme Kandidatin sorgt im Ausland für dramatische Schlagzeilen, doch auch in Frankreich beunruhigt die Kandidatin.

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Für ein Foto mit Marine Le Pen haben einige ihrer Anhänger am Sonntagmorgen vor dem Wahlbüro in Hénin-Beaumont auf die rechtsextreme Kandidatin gewartet. Ein junger Mann lässt sich um 11 Uhr zusammen mit der 53-Jährigen ablichten, die es schon 2017 in die zweite Runde der Präsidentschaftswahlen geschafft hatte.

Damals war es Le Pen auch gelungen - nach zwei gescheiterten Versuchen - das Direktmandat in ihrer Hochburg Hénin-Beaumont zu erringen. Ins französische Parlament ziehen nur die Abgeordneten ein, die die Mehrheit der Stimmen in ihrem Wahlkreis erreicht haben.

Bei der Stimmabgabe begleitet wurde die Präsidentschaftskandidatin an diesem Sonntag, den 10. April 2022, von Steeve Briois, dem Bürgermeister von Hénin-Beaumont. Briois ist ein enger Vertrauter von Marine le Pen. Der 49-Jährige ist auch Europaabgeordneter des Rassemblement National und war zuvor einer der Partei-Verantwortlichen des Front National.

Offenbar will Marine Le Pen nicht mehr bei Präsidentschaftswahlen antreten, wenn sie in diesem Jahr nicht gewählt wird. Es heißt, sie bereite sich seit fünf Jahren auf eine weitere TV-Diskussion gegen Emmanuel Macron vor, weil er als Sieger der Debatte 2017 galt.

In diesem Wahlkampf hat Marine Le Pen versucht, sich als zuverlässige, erfahrene Politikerin darzustellen. Nachdem es in ihrem dritten Anlauf bei der Präsidentschaftswahl zunächst in den Umfragen schlecht für die Rechtsextreme aussah, hat sie gegenüber dem Amtsinhaber Emmanuel Macron zuletzt aufgeholt.

Vor allem im Vergleich zum anderen rechtsextremen Bewerber, dem TV-Moderator Eric Zemmour, wollte Le Pen als die seriösere Kandidatin erscheinen. Zemmour vertritt noch ausländerfeindlichere Positionen als Le Pen, die seit einigen Jahren einen weniger extremen Kurs vertritt als ihr Vater Jean-Marie Le Pen.

Dennoch sorgt die Aufholjagd von Marine Le Pen in den Umfragen nicht nur im Ausland für Schlagzeilen. Auch in Frankreich sind viele entsetzt darüber, dass die Rechtspopulistin es den Umfragen zufolge erneut in die zweite Runde der Präsidentschaftswahlen schaffen dürfte.

Ob es ihr letztlich schadet oder nutzt, dass Le Pen als Putin-freundlich gilt, bleibt abzuwarten. Medienberichten zufolge wird die Partei Rassemblement National mit Gelden aus Moskau unterstützt.

Auf Twitter macht auch der Ausschnitt aus einem BBC-Interview mit Le Pen Furore, in dem sie Gespräche mit Wladimir Putin wieder für möglich hält.

So schreibt die Financial Times, dass die Le-Pen-Partei noch immer einen Kredit für den Wahlkampf 2017 an einer russische Bank abbezahlt.

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