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Covid in Shanghai: 100 riesige Hallen als Behelfskrankenhäuser

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Von Euronews  mit AP
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Ein Behelfskrankenhaus in Shanghai
Ein Behelfskrankenhaus in Shanghai   -   Copyright  Ding Ting/Xinhua

Auf dem Bild oben ist eines der rund 100 Behelfskrankenhäuser zu sehen, die in der chinesischen Millionenmetropole Shanghai aufgestellt worden sind. China geht hart gegen die Ausbreitung der jüngsten Covid-19-Welle vor. Jede positiv getestete Person muss mindestens eine Woche in solch einem Isolierzentrum  verbringen.

Eine von ihnen ist Yu Beibei. Symptome hatte sie nur zwei Tage lang, dennoch durfte sie während der Quarantäne nicht Zuhause bleiben und wurde von ihrem 2-jährigen Sohn getrennt.

"Hier gibt es keine Medikamente oder Injektionen. Bis jetzt haben wir nur einen Plan zur Selbstheilung", beschreibt Yu Beibei die Situation. "Ärzte kommen jeden Morgen und Abend und messen unsere Temperatur, um zu sehen, ob sie normal ist. Dann füllen wir ihren Fragebogen auf dem Handy aus und schreiben auf, ob wir uns schlecht fühlen, zusammen mit unserer Temperatur, das ist alles."

Yu Beibei sagt, dass der Zustand der meisten Menschen in dem Behelfskrankenhaus gut sei. Men sehe kaum offensichtliche Erkrankungen oder offensichtlichen Symptome. "Es gibt Leute, die husten, aber ich habe keine Ahnung, ob sie eine Rachenentzündung oder Omikron haben."

Für sie und die anderen Patient:innen sei das Hauptproblem die mangelnde Sauberkeit in der Einrichtung - und vielleicht die Langeweile. Auf Handybildern aus der Einrichtung sieht man Menschen die zusammen tanzen und sich so die Zeit vertreiben. 

Der Lockdown in Shanghai hat eine Welle der Frustration ausgelöst. Yu Beibei zufolge scheinen sich die Menschen mehr Sorgen über die Verknappung von Lebensmitteln und anderen Gütern zu machen als über die Angst vor dem Coronavirus.

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