Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Ex-Le-Pen-Vertrauter Philippot mit 170 km/h auf dem Weg zur Wahl gestoppt

Access to the comments Kommentare
Von Euronews  mit Le Parisien, AFP
Florian Philippot - Anfang April 2022
Florian Philippot - Anfang April 2022   -   Copyright  THOMAS SAMSON/AFP

Einst war Florian Philippot ein enger Mitarbeiter von Marine Le Pen, doch schon 2017 hatten sich die beiden überworfen. Doch offenbar steht der Rechtsaußen-Politiker weiterhin hinter der rechtsextreme Präsidentschaftskandidatin, denn nach dem Wahlsieg von Emmanuel Macron schreibt Philippot auf Twitter: "Die Hölle. Wir müssen uns auf fünf weitere Jahre voller Hass, Spaltungen und Spannungen einstellen. Auf soziale Brutalität." 

Eigentlich wollte der 40-Jährige selbst bei der Präsidentschaftswahl antreten, scheiterte aber an den für eine Kandidatur notwendigen Unterstützer-Unterschriften. Auch sein Mandat als Europa-Abgeordneter hatte Philippot verloren.

Auf dem Weg ins Wahlbüro an diesem 24. April 2022 wurde der Wagen des Absolventen von zwei Elite-Unis, der selbst keinen Führerschein hat, mit mehr als 170 km/h in Ostfrankreich von der Polizei gestoppt. Wie Le Parisien berichtet, durfte der Fahrer von Florian Philippot die Fahrt nach Forbach an der deutsch-französischen Grenze, wo der Politiker seine Stimme abgeben wollte, nicht fortsetzen. Auf der Autobahn A4 gilt - wie auf allen französischen Autobahnen - die Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h.

Die Polizei brachte den Vorsitzenden der Partei "Les Patriotes" dann zum nächstgelegenen Bahnhof - und der rechtsextreme Politiker musste mit dem Zug weiterfahren.

Viele Französinnen und Franzosen sind an Orten in die Wahllisten eingetragen, an denen sie nicht mehr leben. Und es gibt keine Briefwahl in Frankreich, was oft die vergleichsweise niedrige Wahlbeteiligung erklärt.