Kampf um Sjewjerodonezk: Können Zivilisten evakuiert werden?

Sjewjerodonezk, Anfang Juni
Sjewjerodonezk, Anfang Juni Copyright Oleksandr Ratushniak/ Associated Press
Von euronews
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Russland hat einen sicheren Fluchtkorridor versprochen. In der Stadt in Luhansk waren am Dienstag noch Tausende Menschen.

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In der Ukraine hält der Kampf um Sjewjerodonezk in der Region Luhansk an. Russische Truppen kontrollieren den Großteil der Stadt. Alle drei Brücken, die aus Sjewjerodonezk herausführen, wurden laut ukrainischen Angaben zerstört, was die Evakuierung der rund 12.000 Menschen in der Stadt erschwert. Mehr als 500 ZivilistInnen sollen in Bombenschutzkellern im Azot-Chemiewerk in Sjewjerodonezk ausharren. Angaben pro-russischer Separatisten zufolge verschanzen sich zudem 2500 ukrainische Kämpfer in der Fabrik.

Russland garantierte am Dienstag die sichere Evakuierung aller Bürger:innen. Angekündigt wurde ein Fluchtkorridor in die nördlich von Sjewjerodonezk gelegene Stadt Swatowe in dem von pro-russischen Separatisten kontrollierten Gebiet Luhansk. 

Angriff auf Kinderkrankenhaus im Gebiet Donezk

Im Separatistengebiet von Donezk wurde ein Kinderkrankenhaus angegriffen. Russischen Angaben zufolge verübte die ukrainische Armee in den vergangenen Tagen mehrere Angriffe in der Region. Den pro-russischen Rebellen zufolge traf ein ukrainischer Luftschlag einen Markt, mehrere Menschen starben. Kiew reagierte zunächst nicht auf die Anschuldigungen.

Unterdessen ist der Andrang auf Hilfsgüter in Seljdowe groß - die Stadt in der Region Donezk liegt in dem Gebiet, das weiterhin von der Ukraine kontrolliert wird, hierher kommen viele Vertriebene, gleichzeitig steht die Stadt unter Beschuss. Etwa die Hälfte der Region Donezk wird mittlerweile von Russland kontrolliert.

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