Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Im Vereinigten Königreich wird gegen hohe Treibstoffkosten protestiert

Access to the comments Kommentare
Von Euronews
euronews_icons_loading
Demonstration auf Autobahnen
Demonstration auf Autobahnen   -   Copyright  Screenshot Euronews

In Grossbritannien haben Demonstranten im ganzen Land Autobahnen blockiert, indem sie andere Verkehstteilnehmer zum langsam fahren gezwungen haben. So wollten sie gegen die hohen Kraftstoffpreise zu protestieren.

In Gloucestershire protestieren die Demonstranten auf der Autobahn M4, indem sie auf zwei Spuren das Tempo drosseln. Es wird erwartet, dass die Organisatoren auch die Prince of Wales Bridge, die Brücke zwischen England und Wales, blockieren werden.

Unter den Protestierenden sind auch Menschen, die wegen der Treibstoffkrise arbeitslos geworden sind.
"Ich bin hier, weil ich wegen der Treibstoffkrise und den gierigen Leuten an der Spitze meinen Job verloren habe", sagt ein ehemaliger LKW-Fahrer.

Auf den Autobahnen des Landes bildeten sich mit Beginn der Proteste sich lange Schlangen. Die Polizei hat davor gewarnt, dass es den ganzen Tag über zu ernsthaften Störungen kommen könnte, da die Demonstranten eine Senkung der Kraftstoffsteuer fordern.

Die Aktion fand hauptsächlich auf dreispurigen Autobahnen statt. Dort sind die Fahrzeugkolonnen langsam auf zwei Spuren gefahren und haben die "schnelle" äußere Spur frei gelassen.

Die Regierung erklärte, sie verstehe zwar, dass die Menschen mit den steigenden Preisen zu kämpfen hätten und das Recht hätten, zu protestieren, aber "das tägliche Leben der Menschen sollte nicht gestört werden", und warnte davor, dass Verkehrsbehinderungen "nur den Kraftstoffverbrauch erhöhen" würden.

Die Kraftstoffpreise sind in den letzten Wochen auf ein Rekordhoch gestiegen. Nach Angaben des Datenunternehmens Experian lag der Durchschnittspreis für einen Liter Benzin an britischen Tankstellen am Donnerstag umgerechnet bei knapp über 2€.

Finanzminister Rishi Sunak hat erklärt, er werde Forderungen nach einer "stärkeren" Senkung der Kraftstoffsteuer sorgfältig prüfen, nachdem die im März vorgenommene Senkung um 5 Pence pro Liter den Preisanstieg nicht aufhalten konnte.