Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

EU-Gasnotfallplan in Kraft

Access to the comments Kommentare
Von Evelyn Laverick
euronews_icons_loading
afp
afp   -   Copyright  AFP

Die Europäische Union hat den Gasnotfallplan aktiviert mit dem Ziel, den Verbrauch von Anfang August bis Ende März 2023 freiwillig um 15 Prozent zu senken. Sollte das nicht reichen, können verbindliche Ziele in Kraft treten. Die Gemeinschaft der 27 soll sich so auf einen möglichen russischen Lieferstopp vorbereiten.

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen warnte, Europa müsse sich auf diesen "schlimmsten Fall" einstellen. Laut Brüssel müssen insgesamt 45 Milliarden Kubikmeter Gas eingespart werden, allein Deutschland müsste rund 10 Milliarden Kubikmeter weniger verbrauchen. 

Nach Angaben des deutschen Wirtschafts- und Klimaschutzministeriums wolle man aber mehr als die vereinbarten 15 Prozent schaffen. Auf Deutschland entfallen rund 40 Prozent des in die EU importierten russischen Gases.

Ungarn will Ausnahme von der gemeinsamen Entscheidung

Einige Länder, die in hohem Maße von russischen Gasimporten abhängig sind, wie z. B. Ungarn, haben Ausnahmen von den Sparmaßnahmen gefordert.

Zwar hat die EU wegen des Krieges in der Ukraine keine Sanktionen gegen russisches Erdgas verhängt, Moskau hat jedoch in den letzten Monaten die Gaslieferungen in die EU erheblich reduziert. Brüssel sieht dies als Vergeltungsmaßnahme für die Verhängung von EU-Sanktionen.