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Nadelstiche in offene Wunden: Asow-Kämpfer werfen Russland schwere Folter vor

Ukrainische Kämpfer werden nach der Räumung des Asowstal-Werks im Mai mit Bussen abtransportiert
Ukrainische Kämpfer werden nach der Räumung des Asowstal-Werks im Mai mit Bussen abtransportiert Copyright AP Photo/Alexei Alexandrov
Copyright AP Photo/Alexei Alexandrov
Von Euronews mit AP
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Einige der Kämpfer aus dem Asowstal-Werk kamen im Rahmen eines Gefangenenaustauschs wieder frei und berichten von den Misshandlungen in russischer Haft.

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Es ist zum Symbol des ukrainischen Widerstands geworden: Das Asowstal-Stahlwerk in Mariupol. Wochenlang harrten ukrainische Soldaten in dem Tunnelkomplex unter dem belagerten Werk aus - bis sie Mitte Mai zum Rückzug gezwungen wurden.

"Wer den Kopf hob, wurde verprügelt"

Russland nahm Hunderte Kämpfer fest. Einige kamen im Rahmen eines Gefangenenaustauschs wieder frei und berichten von den Misshandlungen in russischer Haft.

"Sie haben uns nach draußen gestoßen und uns auszogen, für die sogenannte 'Durchsuchung'. Wir standen komplett nackt in der Hitze, dann wurden wir gezwungen, in die Hocke zu gehen", sagt einer der Freigelassenen. "Wenn einer auch nur den Kopf hob, begannen sie sofort, auf ihn einzuprügeln. Auch ich wurde während der Verhöre geschlagen. Sie wollten mich zwingen, dass ich gegen meinen Willen alle möglichen Aussagen mache."

"Bei mir war es vor allem psychische Folter", sagt ein anderer Kämpfer. "Russland verbot uns jeden Kontakt mit unseren Familien oder der Außenwelt. Nach dem Motto ‘Keiner denkt an dich, keiner braucht dich.’"

Schauprozesse geplant

Andere Kämpfer berichten von Knochenbrüchen, Nadelstichen in offene Wunden und schwerer Folter. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden.

Viele befinden sich noch immer in russischer Gefangenschaft. Sie gehörten dem ultranationalistischen Asow-Regiment an, das Putins Regime als terroristisch einstuft. Moskau bereitet Schauprozesse gegen einige Kriegsgefangene vor, es drohen lange Hafstrafen. Kiew verurteilt das scharf und warnt, diese „rote Linie“ nicht zu überschreiten.

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