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IAEA-Mission für Akw Saporischschja ist in der Ukraine angekommen

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Von Euronews mit dpa, AP
Luftaufnahme des Akw Saporischschja vom 28.08.2022
Luftaufnahme des Akw Saporischschja vom 28.08.2022   -   Copyright  Planet Labs PBC/AP

Mit großer Sorge blickt Europa auf die Entwicklung rund um das ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja. Nach wochenlangen diplomatischen Bemühungen wird nun einer Abordnung der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA erlaubt, das von russischen Truppen besetzte und mehrfach unter Beschuss geratene Gelände unter die Lupe zu nehmen. Missionschef Rafael Grossi - der das Inspektionsteam persönlich leiten wollte - schrieb über Twitter, der Tag sei gekommen. Er sei stolz, die se Mission anzuführen, die noch in dieser Woche beginnen werde.

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba sagte über die Bedeutung ihres Auftrags: "Ich sage es ohne Übertreibung: Diese Mission wird die schwierigste in der Geschichte der IAEA sein, da die Russische Föderation aktive Kampfhandlungen vor Ort durchführt und Russland ganz unverhohlen versucht, seine Präsenz im Kernkraftwerk Saporischschja zu legitimieren."

Der russische Regierungssprecher Dmitri Peskow erklärte, Moskau werde kooperieren und für die Sicherheit der IAEA-Fachleute sorgen: "Druck auf die ukrainische Seite, den Beschuss des Kraftwerks einzustellen, könnte die Spannungen abbauen. Russland ist an der Mission der IAEA interessiert, es hat an ihrer Vorbereitung teilgenommen. Alles wird von den Details abhängen."

Zu den Zielen der Mission, die die IAEA auf Twitter veröffentlichte, äußerte sich Peskow nicht.

Macron: "Eine gemeinsame Sorge"

Bei einem Treffen in Paris erörtertender Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der polnische Regierungchef Mateusz Morawiecki die Lage in der Ukraine. Danach sagte Macron: "Wir haben eine gemeinsame Sorge. Erstens darf die nukleare Sicherheit in diesem Krieg nicht gefährdet werden, deshalb ist diese Mission so wichtig. Sie muss die Anlage und die Sicherheit der gesamten Region schützen. Zweitens: Die ukrainische Souveränität über dieses Atomkraftwerk darf nicht in Frage gestellt werden. Die Kernenergie darf kein Kriegsmittel sein, und es ist wichtig, die ukrainische Souveränität über dieses Kernkraftwerk zu verteidigen."

Für den jüngsten Beschuss der Stadt Enerhodar, in deren Nähe das Akw liegt, machten sich die Ukraine und Russland erneut gegenseitig verantwortlich. Dabei soll auch ein Lager für atomare Brennstäbe getroffen worden sein.