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"Den Helden nach Hause bringen" - Britischer Sanitäter (48) in der Ukraine getötet

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Von Euronews  mit GUARDIAN, GoFundMe
Die Schwester des Briten, der in der Ukraine gefallen ist, sammelt Geld, um seine Leiche heimzuholen
Die Schwester des Briten, der in der Ukraine gefallen ist, sammelt Geld, um seine Leiche heimzuholen   -   Copyright  Go Fund me

Die Solidarität mit der Familie des britischen Sanitäters, der in der Ukraine getötet wurde, ist enorm. 

Craig Macintosh ist im Alter von 48 Jahren in der Nähe von Charkiw ums Leben gekommen. Der Gärtner aus Thetford in Norfolk war schon zum zweiten Mal in die Ukraine gereist. In Russlands Angriffskrieg war er auf der Seite der Ukraine als Sanitäter im Einsatz - zunächst von Ende März bis Ende April - und dann wieder im Sommer. 

Im Oktober wollte er zurück sein - in Ostengland. Am 24. August wurde er getötet. Jetzt versucht seine Familie, Craig Macintosh heimzuholen, um ihn zu Hause zu beerdigen.

Auf der Spendenplattform Go Fund Me hat der Aufruf der Familie, den "Helden nach Hause zu holen" in wenigen Tagen das gesteckte Ziel von 4.500 britischen Pfund (etwa 5.200 Euro) innerhalb weniger Tage bei Weitem übertroffen. 

Mit diesem Text auf der Spendenplattform hat die Schwester die Herzen bewegt: 

"Bitte helfen Sie uns, diesen Kriegshelden nach Hause zu bringen. Unser Bruder meldete sich tapfer als Sanitäter, um in diesem vom Krieg zerrissenen Land Leben zu retten. In Erfüllung seiner Pflicht, anderen zu helfen, verlor er sein Leben. Dieser selbstlose Mann steckt derzeit in einem Leichenschauhaus in der Ukraine fest und es gibt keine Hilfe, um ihn nach Hause zu bringen. Wir haben mit einem internationalen Bestattungsunternehmen gesprochen, und es wird etwa 4.000 Pfund kosten, ihn nach Großbritannien zu überführen. Er hat sein Leben geopfert, um andere zu retten, und er muss nach Hause zurückkehren, um die Trauerfeier zu bekommen, die er verdient hat. Eine wahre Heldenfeier im Kreise seiner Familie und Freunde. Bitte, bitte helfen Sie, unseren Helden nach Hause zu bringen."

Laut dem GUARDIAN hilft inzwischen auch das britische Außenministerium der Familie. 

Lorna Mackintosh, die Schwester von Craig Mackintosh, schreibt zu der Welle der Solidarität: "Als Familie möchten wir uns ganz herzlich bei Ihnen allen für Ihre Unterstützung und Ihre Spenden bedanken, um Craig nach Hause zu bringen."  Die Familie habe beschlossen, dass das Geld, das übrig bleibt, in Craigs Namen an die Kriegsfreiwilligen gespendet wird, da dies dem Gefallenen sehr am Herzen liege.

Zwei Briten, die von russischen Truppen gefangen genommen worden waren, sind in Donezk zum Tod verurteilt worden. Ihnen wurden Söldneraktivitäten und Terrorismus zur Last gelegt.