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Einkaufspreise, Energiekosten und Inflation - Kleine Bäcker stehen vor Aus

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Von Alexei Doval
Deutsche Bäckereien in Existenznot
Deutsche Bäckereien in Existenznot   -   Copyright  AP

Seit 90 Jahren, in der dritten Generation werden hier in Köln Brötchen, Brot und Kuchen gebacken, seit Jahren in bester Bioqualität. Jetzt steht das Traditionsunternehmen mit zwei Filialen und 35 Mitarbeitern vor dem Aus. 

Im Zuge des Ukrainekriegs wurde selbst konventionelles Getreide so teuer, dass die Großhändler sogar das teure Biogetreide aufkaufen und so die Preise treiben. Dann kamen die Energiekosten.

Beim Anstieg der Materialkosten sprechen von rund 50 %. Jetzt kommt noch die Energiekostenkrise hinzu. Bisher haben wir 'nur' eine Steigerung von rund 70 %, weil wir die Öfen mit Diesel beheizen. Eine Vervierfachung der Preise ist zu befürchten."
Engelbert Schlechtrimen
Traditionsbäcker in Köln

Bäcker Schlechtrimen hat die Preise erhöht, aber auch die Kundinnen und Kunden müssen den Gürtel enger schnallen angesichts der steigenden Inflation - und kaufen billigere Industrieware beim Discounter. Nächsten Monat wird er die Öfen für immer abschalten, weil sich die Mischung aus hohen Einkaufspreisen, steigenden Energiepreisen und Zurückhaltung der Kunden nicht mehr leisten könne. Vielen kleinen, familiengeführten Bäckereien geht es so.

Wir wünschen uns ein finanzielles Rettungspaket für unsere Bäckereien, mit dem die Bundesregierung unseren Betrieben wirksam, schnell und unbürokratisch hilft.
Friedemann Berg
Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks

Kleine Handwerksbetriebe sehen einen Kostentsunami auf sich zurollen. Die deutsche Regierung hat Hilfspakete in Höhe von rund 65 Mrd. Euro angekündigt, die die Auswirkungen der Inflation und der hohen Energiepreise für die Verbraucher abfedern sollen.