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Russland zerbombt Energieversorgung: Strom gibt es nur noch stundenweise

Zerstörte GEbäude in Swjatohirsk, Oblast Donezk
Zerstörte GEbäude in Swjatohirsk, Oblast Donezk Copyright Dimitar DILKOFF / AFP
Copyright Dimitar DILKOFF / AFP
Von Euronews
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Selenskyj beschuldigt Russland, weiterhin Zivilisiten zu töten sowie nicht-militärische Ziele und kritische Infrastruktur zu attackieren. Russland verwandle "das ukrainische Stromnetz in ein Schlachtfeld".

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Nach den erneuten russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur des Landes hat die Ukraine Bevölkerung und Unternehmen aufgerufen, ihren Stromverbrauch so stark wie möglich zu reduzieren.

Nach Angaben der Regierung in Kiew sind durch Raketen und Drohnen mittlerweile rund 40 Prozent der Energie-Infrastruktur beschädigt.

Das ukrainische Versorgungsunternehmen Ukrenergo begann am Donnerstag mit Stromabschaltungen, weil bereits fast die Hälfte der Strominfrastruktur beschädigt sei. Präsident Wolodymyr Selenskyj rief die Bürger zudem auf, generell zwischen 7.00 Uhr und 22.00 Uhr möglichst wenig Strom zu verbrauchen.

"Taktik der verbrannten Erde"

 In einer Nachricht an die Staats- und Regierungschefs auf dem Energie-Gipfel in Brüssel beschuldigte der ukrainische Präsident Russland, weiterhin Zivilisiten zu töten sowie nicht-militärische Ziele und kritische Infrastruktur zu attackieren. "Russland verwandelt das ukrainische Stromnetz in ein Schlachtfeld", sagte er.

Bundeskanzler Olaf Scholz warf Russland eine "Taktik der verbrannten Erde" vor. Aber auch damit werde Moskau nicht den Krieg gewinnen, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Bundestag. Bundespräsident Frank Walter Steinmeier verschob kurzfristig einen für Donnerstag geplanten Besuch in Kiew. Grund waren nach dpa-Informationen Sicherheitsbedenken.

Russland bringt weiter Zivilisten aus Cherson

Vor Ort geht der Krieg mit unnachgiebiger Härte weiter. Das russische Verteidigungsministerium behauptet, eine ukrainische Gegenoffensive in der südlichen Region von Cherson abgewehrt zu haben. Dort wurden weiterhin Menschen in russisch kontrollierte Gebiete gebracht. Moskau spricht von "Evakuierung", Kiew von "Deportation".

Laut den von Moskau eingesetzten Behörden sollen insgesamt 60.000 Menschen Cherson verlassen. Vor dem Krieg hatte die erste große Stadt, die von Russland besetzt wurde, fast 300.000 Einwohner:innen.

Währenddessen besuchte Putin, einen Tag nachdem er das Kriegsrecht in den von Russland illegal annektierten Gebieten verhängte, ein militärisches Trainingslager in der Nähe von Moskau.

Die meisten der anwesenden Rekruten sind dort aufgrund des Mobilisierungsbefehls. Hunderttausende Russen haben das Land bereits verlassen, um der Mobilisierung zu entgehen.

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