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Wie geht es jetzt weiter in Russlands Krieg in der Ukraine?

Bachmut aus der Luft: Die längste Schlacht der einjährigen russischen Invasion hat die Stadt der Salz- und Gipsminen in der Ostukraine in eine Geisterstadt verwandelt.
Bachmut aus der Luft: Die längste Schlacht der einjährigen russischen Invasion hat die Stadt der Salz- und Gipsminen in der Ostukraine in eine Geisterstadt verwandelt. Copyright AP/AP
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Von Euronews
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Kommt jetzt ein Patt oder kommt es zu Großoffensiven und einer entscheidenden Phase im Krieg in der Ukraine? Das sagen Beobachter:innen.

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Vom Winterkrieg zur Frühjahrsoffensive? Nach einem Jahr der Kämpfe tritt der Konflikt in der Ukraine in eine möglicherweise entscheidende Phase ein. Nach Monaten, in denen die Kämpfe entlang der Frontlinie intensiv, aber schrittweise geführt wurden, rüsten sich beide Seiten derzeit für einen größeren Vorstoß.

Einer der Gründe eine möglicherweise bevorstehende russische Offensive sei, die Fähigkeit der Ukraine zu stören, um Kapazitäten für eine Gegenoffensive zu regenerieren, erklärt Justin Bronk, Senior Research Fellow bei RUSI, gegenüber Euronews. "Es wird also viel davon abhängen, wie viele Reserven die Ukraine aufbieten muss und wie stark die Verluste steigen, um die russische Offensive zu stoppen."

Wettlauf um Zeit und Ressourcen

Es ist vor allem ein Wettlauf um Zeit und Ressourcen. Wird die Ukraine wie versprochen westliche Militärtechnik erhalten? Wird es Russland gelingen, neue Truppen zu mobilisieren, die Bestände aufzufüllen und verlorene Panzer zu ersetzen?

"Die Gefahr ist, dass der Ukraine die Luft ausgeht und sie nicht in der Lage ist, einen Großteil der verbleibenden besetzten Gebiete zurückzuerobern, bevor die neue Welle von mobilisierten russischen Streitkräften und industrieller Ausrüstung am Ende des Jahres eintrifft", so Justin Bronk, Senior Research Fellow bei RUSI. In diesem Fall würde man auf ein langfristiges Patt zusteuern, glaub der Experte.

Putin will gewinnen, komme was wolle

Ein Faktor, der einen Patt begünstigt, ist die Entschlossenheit von Russlands Präsident Wladimir Putin in diesem Krieg. Auch schwere Verluste schrecken Russland nicht ab, so Fiona Hill, ehemalige Beraterin im Nationalen Sicherheitsrat der USA, spezialisiert auf russische und europäische Angelegenheiten:

"Putin hat sehr deutlich gemacht, dass er bereit ist, alles zu opfern, was nötig ist. Und das ist ein Teil des Problems. Und es gibt viele Erklärungen und Gerüchte, wonach er bereit ist, die 300.000 Menschen zu opfern, die einberufen worden sind."

Wie wahrscheinlich sind die nuklearen Drohungen?

Könnte diese angebliche kalte Gleichgültigkeit zum katastrophalsten Szenario führen: dem Einsatz von Atomwaffen? Putin hat im Kontext einer Eskalation Anspielungen auf nukleare Schläge auf dem Schlachtfeld gemacht. Alles nur Säbelrasseln?

Atomwaffen einzusetzen, brächte so gut wie keinen praktischen Nutzen, so Bronk. Die Kosten seien im Vergleich viel höher: Das sofortige Eskalationsrisiko und die radioaktive Verstrahlung von Gebieten, die sie einnehmen wollen.

Bedingungen für Friedensgespräche oder einen Waffenstillstand lehnen Russland und die Ukraine ab und konzentrieren sich vorerst eher auf territoriale Gewinne als auf diplomatische Lösungen.

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