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Drei Tage Staatstrauer und erste Festnahme nach schwerem Zugunglück

Bergungsarbeiten an der Unfallstelle
Bergungsarbeiten an der Unfallstelle Copyright Giannis Papanikos/Copyright 2023 The AP. All rights reserved
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Von Euronews mit dpa
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Mindestens 38 Menschen kamen ums Leben, als nördlich der griechischen Stadt Larissa ein Personen- und ein Güterzug zusammenstießen. Ministerpräsident Mitsotakis reiste zur Unfallstelle.

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Nach dem schweren Zugunglück in der Nähe von Larissa mit mindestens 38 Toten ist der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis zur Unfallstelle gereist. Er ordnete eine dreitägige Staatstrauer an.

Mehr als 60 Verletzte wurden in Kliniken gebracht. Polizei und Rettungskräfte sind mit einem Großaufgebot an der Unglücksstelle. 

Mittags gab es eine Festnahme: In Polizeigewahrsam befindet sich jetzt der Chef des Bahnhofs der nahegelegenen Stadt Larissa.  Was ihm vorgeworfen wird, ist im Moment noch unklar. Die Polizei bestätigte lediglich die Festnahme.

Das Zugunglück ist das schwerste in Europa seit 2013, als bei Santiago de Compostela in Spanien 79 Menschen ums Leben kamen. 

Charles Michel, der Präsident des Europäischen Rates, schrieb: „Meine Gedanken sind heute Morgen bei den Menschen in Griechenland.“ Er sei über die Nachrichten und Bilder vom Zusammenstoß der beiden Züge schockiert, so Michel.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch stießen kurz vor Mitternacht ein Personen- und ein Güterzug zusammen. Am Unglücksort wurde mit dem Einsatz von schwerem Gerät wie Kränen nach Überlebenden gesucht. Ein Augenzeuge berichtete, es habe ein "Höllenlärm" geherrscht.

Der Unfall, in dessen Folge ein Feuer ausbrach, ereignte sich nördlich der Großstadt Larissa. Drei Waggons entgleisten und wurden durch die Hitze der Flammen erheblich verformt.

Da mehrere Leichen bis zur Unkenntlichkeit verkohlt sind, müssen Genspuren verwendet werden, um die Toten zu identifizieren. Unter der Opfern befinden sich auch neun Bedienstete der Eisenbahngesellschaft.

346 Menschen befanden sich im Personenzug

In dem Personenzug befanden sich 346 Menschen, er war in Athen mit Ziel Thessaloniki abgefahren, während der Güterzug auf demselben Gleis in entgegengesetzter Richtung unterwegs war. Um die Ursache des Zusammenstoßes zu ermitteln, wurde unter anderem der zuständige Diensthabende der Eisenbahngesellschaft verhört.

Das staatliche Unternehmen teilte mit, an diesem Mittwoch ab 12 Uhr landesweit alle Züge gestrichen zu haben.

Die 500 Kilometer lange Bahnstrecke zwischen Thessaloniki und Athen war in den vergangenen Jahren modernisiert worden. Nach Angaben eines Gewerkschafters hat es trotzdem erhebliche Probleme bei der elektrischen Koordination der Verkehrskontrolle gegeben.

Griechenland befindet sich im Wahlkampf, der Termin für die Parlamentswahl steht noch nicht fest, im Gespräch ist der 9. April.

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