"Kriminelle" - Trump wettert bei Wahlkampftermin gegen US-Justiz

Trump in Waco, Texas, USA
Trump in Waco, Texas, USA Copyright SUZANNE CORDEIRO/AFP or licensors
Von euronews mit dpa
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Der frühere US-Präsident stellt sich immer wieder als Opfer der Justiz dar. Auch bei einer Wahlkampfveranstaltung in Texas erneuerte er seine Behauptung - wohlwissend, dass er bald angeklagt werden könnte.

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Der frühere US-Präsident Donald Trump hat mit Blick auf eine drohende Anklage gegen ihn die in seinem Fall ermittelnden Staatsanwälte als "Kriminelle" bezeichnet. In einem Vorgriff auf einen möglichen Ausgang des Verfahrens sagte der Republikaner in Waco im Bundestaat Texas:

"Ihr werdet stolz sein. Und die Kriminellen, die unser Justizsystem korrumpieren werden besiegt, diskreditiert und völlig entehrt zurückbleiben", so Trump vor seinen Anhängern. 

Trump will erneut ins Weiße Haus

Trump, der erneut US-Präsident werden möchte, sprach in Texas bei seiner ersten großeren Wahlkampfveranstaltung. Er bewirbt sich derzeit um die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei für die Wahl im Jahr 2024. 

Die Staatsanwaltschaft in New York ermittelt gegen den Ex-Präsidenten wegen Schweigegeldzahlungen an die Pornodarstellerin Stormy Daniels und an das Model Karen McDougal. Eine Anklage in dem Fall erscheint immer wahrscheinlicher und wird zeitnah erwartet. 

Ex-Präsident gibt sich unbeeindruckt von Strafverfolgern

Die Ermittler wollen wissen, ob Trump durch die Zahlungen gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung verstoßen hat. Es wäre die erste Anklage einer Staatsanwaltschaft gegen einen früheren US-Präsidenten. Der 76-Jährige hat noch diverse andere juristische Baustellen und behauptet, die Vorwürfe gegen ihn seien politisch motiviert.

Vor Trumps Rede hatte besonders der Veranstaltungsort für Aufsehen gesorgt. Trump sprach auf dem Flughafen der Stadt Waco, die vor 30 Jahren zum Schauplatz einer blutigen Tragödie gekommen war und seither vor allem von rechten Gruppen als Sinnbild für angebliche Grenzüberschreitungen des Staates herangezogen wird. Beamte der Polizei hatten damals wochenlang ein Sekten-Anwesen belagert und schließlich gestürmt, das am Ende in Flammen aufging. Mehr als 80 Sektenmitglieder starben, auch vier Polizisten kamen ums Leben. Trumps Team wies Medienberichten zufolge zurück, dass der Veranstaltungsort etwas mit dem Waco-Massaker zu tun habe.

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