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Kampf um Bachmut in der Ukraine: Warum Russland Wagner durch andere PMCs ersetzen will

An der Front in Bachmut in der Ukraine
An der Front in Bachmut in der Ukraine Copyright Libkos/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
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Von Oleksandra VakulinaEuronews mit ISW
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Der Kampf um Bachmut tobt weiter, offenbar ist auch der Wagner-Chef tatsächlich vor Ort. Aber Russland will seine Söldner durch andere private Truppen ersetzen - auch aus Gründen der Propaganda.

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Nach Angaben des US-amerikanischen Institute for the Study of War (ISW) sind die Truppen der Wagner-Söldner in den letzten Tagen immer weiter in das Zentrum von Bachmut vorgerückt.  

Wagner und Prigoschin im Zentrum von Bachmut

Geolokalisierte Aufnahmen aus der Nacht des 2. April zeigen offenbar tatsächlich, wie der Gründer der Wagner-Gruppe, Jewgeni Prigozhin, eine russische Flagge vor dem Verwaltungsgebäude der Stadt Bachmut hisst. Mehrere russiche Militärblogger verbreiteten außerdem das Bild eines Wagner-Kämpfers, der vor einer Bürotür im Gebäude der Stadtverwaltung im Zentrum von Bachmut steht.

Russische Militärblogger behaupteten am 2. und 3. April, dass die Wagner-Kräfte weiterhin die Kontrolle über Straßen und Wohngegenden in der Nähe des Zentrums von Bakhmut sichern und dass südwestlich von Bachmut in der Nähe des Ivanivske-Sektors auf der Autobahn schwere Kämpfe stattfanden.

Der ukrainische Generalstab berichtete, dass die ukrainischen Streitkräfte weiterhin russische Angriffe auf Bachmut selbst, nordwestlich von Bakhmut in der Nähe von Orikhovo-Vasylivka und südwestlich von Bachmut in der Nähe von Ivanivske und Predtechyne abwehren konnten.

Warum der Kreml Wagner durch andere PMCs ersetzen will

Ukrainische Militärs bestätigten die Einschätzung des ISW, dass russische Luftlandekräfte (VDV) die Operationen der Wagner in Bachmut zunehmend unterstützen. Inzwischen sagt das britische Verteidigungsministerium: Russland sei wahrscheinlich bestrebt, alternative private Militärunternehmen zu sponsern und zu entwickeln, um die Wagner Group PMC ("Private Military Company") in ihrer bedeutenden Kampfrolle in der Ukraine zu ersetzen.

Dies steht im Zusammenhang mit der öffentlichkeitswirksamen Fehde zwischen dem russischen Verteidigungsministerium und der Wagner-Gruppe - insbesondere dem Chef der Söldner. Jewgeni Prigoschin hat Russlands Militärführung immer wieder in aller Öffentlichkeit kritisiert. 

Die russische Militärführung möchte offenbar einen Ersatz für die PMC, über den sie mehr Kontrolle hat.

Russland sieht wahrscheinlich weiterhin einen Nutzen für PMCs in der Ukraine. Söldner-Truppen sind weniger durch das begrenzte Gehaltsniveau und die Ineffizienz eingeschränkt, die die Effektivität der regulären Armee behindern.

Die russische Führung ist wahrscheinlich der Ansicht, dass schwere Verluste unter den PMCs von der russischen Gesellschaft besser toleriert werden als Verluste unter den regulären Streitkräften.

Immer wieder waren die Kämpfer der PMC Wagner als "Kanonenfutter" bezeichnet worden. Tausende haben an vorderster Front in der Ukraine ihr Leben verloren. Andererseits sind die Wagner-Truppen auch für ihre Brutalität berüchtigt und ihnen werden zahlreiche Kriegsverbrechen zur Last gelegt.

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