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Greta Thunberg bei Selenskyj: Ökozid ist eine Form der Kriegsführung

Wolodymyr Selenskyj hat in Kiew die schwedische Aktivistin Greta Thunberg und Mike Pence, Präsidentschaftskandidat für das weisse haus 2024,empfangen.
Wolodymyr Selenskyj hat in Kiew die schwedische Aktivistin Greta Thunberg und Mike Pence, Präsidentschaftskandidat für das weisse haus 2024,empfangen. Copyright AP/Ukrainian Presidential Press Office
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Von euronews
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"Ich denke nicht, dass die Reaktion der Welt auf diesen Ökozid ausreichend war", sagte Thunberg ukrainischen Medien zufolge. "Ich denke nicht, dass irgendeine Reaktion ausreichend sein kann. Denn es gibt einfach keine Worte, um diese Brutalität zu beschreiben."

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Wolodymyr Selenskyj hat in Kiew die schwedische Aktivistin Greta Thunberg empfangen. Sie mahnte, dass die weltweite Reaktion auf die Zerstörung des ukrainischen Kachowka-Staudamms nicht laut genug gewesen sei.

Zur Erfassung der durch den russischen Angriffskrieg verursachten Umweltschäden ist die schwedische Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg gemeinsam mit einer internationalen Arbeitsgruppe in der Ukraine gereist. "Wir brauchen Ihre professionelle Hilfe", sagte Selenskyj, der die Gruppe am Donnerstag in Kiew empfing. Er wies vor allem auf die schlimmen Verwüstungen im südlichen Gebiet Cherson hin, die durch die Zerstörung des Kachowka-Staudamms und darauf folgende Hochwasser seit Anfang Juni verursacht wurden.

"Ich denke nicht, dass die Reaktion der Welt auf diesen Ökozid ausreichend war", sagte Thunberg ukrainischen Medien zufolge. "Ich denke nicht, dass irgendeine Reaktion ausreichend sein kann. Denn es gibt einfach keine Worte, um diese Brutalität zu beschreiben."

Der frühere US-Vizepräsident Mike Pence, der zu den aktuellen republikanischen Bewerbern um die Präsidentschaftskadidatur gehört, reiste ebenfalls in die ukrainische Hauptstadt. Er bekräftigte seine uneingeschränkte Unterstützung für die Ukraine.

Neuer Angriff auf Cherson

Der Tag war von einem neuen Angriff Russlands auf Cherson geprägt. Dabei wurden zwei Menschen getötet und zwei weitere verwundet. Der Angriff habe Wohnhäuser, eine medizinische Einrichtung und eine Schule getroffen, die den Bewohnern als Anlaufstelle für humanitäre Hilfe diente.

Der Sondergesandte des Vatikans für den Frieden, Kardinal Matteo Zuppi, hielt in Moskau eine Messe und sprach darüber, wie wichtig es sei, einen noch größeren bewaffneten Konflikt zu vermeiden.

Begräbnis in Kramatorsk

In Kramatorsk fand das Begräbnis für eines der 12 Opfer statt, die bei einem russischen Raketenangriff getötet worden waren. 65 weitere Personen wurden verletzt.

Besonders von russischer Seite häuften sich in den vergangenen Tagen die Meldung, dass das ukrainische Militär weiter Richtung Süden vorstoße. Die eher schleppend angelaufene Gegenoffensive im Ukraine-Krieg sei nun am Ostufer des Dnipro im Oblast Cherson intensiviert worden. Berichte von russischen Militärbloggern auf Twitter und Telegram verkündeten Angriffe auf die Frontlinie. Den Fluss sollen die Truppen überquert haben, aber bis Cherson gebe es noch einige Hürden.

Demnach soll sich das ukrainische Militär nahe der Antoniwka-Brücke nordöstlich von Cherson verschanzt haben. Seit Ende vergangener Woche hätten sich Soldaten dort aufgehalten, den Dnipro mit Schnellbooten überquert und Artillerie auf die russischen Soldaten gefeuert. Die Überreste der Brücke hätten als Deckung gedient.

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