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Frankreich: Kehrt jetzt wieder Ruhe ein?

Solidaritätsbekundungen mit den Bürgermeistern von Frankreich, nachdem die Gewalt in den Vorstädten sich auch gegen sie richtete
Solidaritätsbekundungen mit den Bürgermeistern von Frankreich, nachdem die Gewalt in den Vorstädten sich auch gegen sie richtete Copyright Laurent Cipriani/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
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Von Euronews
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Nach zwei Nächten relativer Ruhe keimt die Hoffnung auf eine Wendung auf. Die Proteste hatten sich am gewaltsamen Tod eines 17-Jährigen entzündet.

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Die französische Premierministerin Elisabeth Borne hat Vertreter:innen aller Fraktionen des Parlaments und mehrere Minister einberufen, um nach sechs Nächten der Gewalt in zahlreichen französischen Städten eine gemeinsame Antwort zu finden. Die Gewalt hatte sich am Tod eines 17-Jährigen entzündet, der in der vergangenen Woche von einem Polizisten getötet wurde.

"Wir konnten eine Reihe von Themen zur Stadtpolitik, zur Rolle der Schulen, zur elterlichen Autorität und zur Verantwortung der Eltern diskutieren. Wir müssen uns die Zeit nehmen, um über diese Themen nachzudenken, das hat auch der Präsident der Republik zum Ausdruck gebracht. Heute geht es um die Rückkehr zur Ordnung", sagte Borne.

Zuvor hatte es eine Solidaritäts- und Unterstützungskundgebung für den Bürgermeister von L'Haÿ-les-Roses gegeben, nachdem ein mit Brandsätzen beladenes Auto Kurs auf sein Grundstück genommen hatte. Seine Frau und die beiden Kinder flohen durch den Hinterausgang, wobei sie sich eine Verletzung zuzog.

"In Wirklichkeit ist es die Demokratie selbst, die angegriffen wird, jedes ihrer Symbole wird heute ins Visier genommen, die Rathäuser werden angegriffen, die gewählten Beamten, die Lehrer werden angegriffen, die Polizeikräfte und die Rettungsdienste sind täglich Angriffen ausgesetzt", sagte Vincent Jeanbrun, Bürgermeister von L’Haÿ-les-Roses.

In ganz Frankreich sind immer noch Tausende von Polizeileuten im Einsatz. Nach zwei Nächten relativer Ruhe keimt die Hoffnung auf eine Wendung ein.

Präsident Emmanuel Macron wird sich mit den Bürgermeistern von 220 Städten treffen, die besonders von der Gewalt betroffen waren.

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