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Tech-Milliardär Elon Musk soll ukrainischen Drohnenangriff sabotiert haben

Tech-Milliardär Elon Musk
Tech-Milliardär Elon Musk Copyright Michel Euler/ AP
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Von Julika Herzog mit dpa, AFP, AP
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Elon Musk soll seinen Ingenieuren vergangenes Jahr befohlen haben, das Starlink-Satellitenkommunikationsnetz seines Unternehmens Space X in der Nähe der Krim abzuschalten, um so einen ukrainischen Angriff auf die russische Flotte zu stören.

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Das berichtet der US-Sender CNN unter Berufung auf eine in Kürze erscheinende Biografie über den Tech-Milliardär.

Der Berater des ukrainischen Präsidenten zeigte sich auf X, ehemals Twitter, empört über Musks mutmaßlich bewusstes Eingreifen in das Kriegsgeschehen.

Die mit Sprengstoff bestückten Marinedrohnen haben demnach plötzlich die Verbindung verloren, als sie sich der russischen Flotte näherten. Sie seien dann "harmlos an Land gespült" worden. Ukrainische Beamte hätten Musk danach angefleht, den Satelliten wieder anzustellen.

Angst vor russischen Gegenschlag mit Atomwaffen

Laut Biograf Walter Isaacson wurde die Entscheidung des Tech-Milliardärs von der Angst getrieben, dass Russland auf einen ukrainischen Angriff auf die Krim mit Atomwaffen reagieren würd, einem "Mini-Pearl-Harbor" wie er ausgedrückt haben soll.

Diese Angst sei durch Musks Gespräche mit hochrangigen russischen Beamten noch verstärkt worden, heißt es laut CNN in dem Buch.

"Wer bin ich in diesem Krieg?"

Dieser Vorfall zeigt , welche Macht Tech-Milliardär Elon Musk im Verlauf des Krieges hat. Musk habe sich gefragt, wer er "in diesem Krieg" sei, schreibt Biograf Isaacson - dessen Buch in wenigen Tagen erscheint - laut CCN. So soll der Tesla-Gründer gesagt haben: "Starlink war nicht dafür gedacht, in Kriege verwickelt zu werden. Es war dafür gedacht, dass die Menschen Netflix schauen und sich entspannen können, für Online-Schule und um gute, friedliche Dinge zu tun, nicht für Drohnenangriffe."

Starlink wichtig für ukrainische Streitkräfte

Bei Starlink handelt es sich um ein von Musks Firma SpaceX betriebenes Satellitennetzwerk. Zu Beginn des Ukrainekrieges stellte Unternehmer Elon Musk der Ukraine das Starlink-System kostenlos zur Verfügung, damit von dort weiter auf Onlinedienste zugegriffen werden kann. Russland hatte zuvor die Mobilfunk- und Internetnetze des Landes gestört. Später schien SpaceX jedoch den Betrieb der Terminals nicht weiter bezahlen zu wollen, erklärte sich aber am Ende doch bereit, die Ukraine die Starlink-Terminals zunächst weiter nutzen zu lassen.

Starlink wird auch von den ukranischen Streitkräften genutzt, insbesondere zur Koordination von Drohnen. Es soll im vergangenen Herbst vermehrt Probleme gegeben haben, weil das Unternehmen dies unterband. In diesem Zusammenhang hatte Starlink Anfang dieses Jahres darauf verwiesen, dass das System nur für humanitäre Zwecke eingesetzt werden solle. Mittlerweile hat das US-Verteidigungsministerium einen Vertrag mit der Firma abgeschlossen.

Weitere Quellen • CNN

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