"Make Art, not War!" Kultige Konzerte im ehemaligen Atom-Depot

Einblick in das ehemalige Atom-Depot im Wald bei Brdy
Einblick in das ehemalige Atom-Depot im Wald bei Brdy Copyright Martin Hruby/Martin Hruby
Von Jiri Skacel mit Euronews
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Live-Musik im ehemaligen Depot für Atomsprengköpfe: die tschechische Kulturszene ist um ein faszinierendes. leicht düsteres kapitel reicher.

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Frischer Kulturtwind im tschechischen Untergrund: Jazz.--Konzerte im ehemalgen Depot für Atomsprengköpfe

Im Frühjahr spielte die Swing-Band von Jan Smigmator noch in der Londoner Carnegie Hall, jetzt ging es ein paar Stockwerke runter. In die Tiefe eines Bunkers, unter Hunderten Tonnen Beton, durch den kein einziger Ton nach draußen dringt.

Es handelt sich um das ehemalige sowjetische Atomsprengkopfdepot Javor 51 südweslich von Prag, heute ein Atom-Museum.

Jan Smigmator sagte im Euronews-Interview vor Ort: "Die Akustik hier im Atommuseum ist absolut großartig. Es macht uns viel Spaß, hier zu spielen. Und die Idee, Atomwaffenlager auf der ganzen Welt in Jazzclubs zu verwandeln, gefällt mir sehr."

Es ist das weltweit einzige öffentlich zugängliche ehemalige Depot für nukleare Sprengköpfe, ein sehr geheimnisvoller wie schwer bewachter Ort versteckt in einem tiefen Wald. Zwischen 1968 und 1990 war dies eine No-go-Area, die keine Zivilisten betreten durften.

Über die Ursprünge der Einrichtung in einem Wald bei Brdy berichtet Museumsdirektor Vaclav Vitovec: "Dieses Museum wurde eingerichtet, um zukünftige Generationen vor dem zu warnen, was unsere Väter und Großväter durchgemacht haben und um sicherzustellen, dass so etwas nie wieder passiert."

Die Konzerte, die das Museum zu organisieren beginnt, sollen dazu beitragen, die Öffentlichkeit noch stärker für die nukleare Gefahr zu sensibilisieren.

Euronews-Korrespondent Jiri Skacel kommentierte im Untergrund: "Die heutige Botschaft aus dem Depot für Nuklearsprengköpfe ist eindeutig: Make Art, not War!

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