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Unicef-Bericht: Extremwetterereignisse vertreiben Millionen Kinder und Jugendliche

Mindestens vorübergehend mussten Millionen Kinder ihr Zuhause in den vergangenen Jahren verlassen.
Mindestens vorübergehend mussten Millionen Kinder ihr Zuhause in den vergangenen Jahren verlassen. Copyright Jerome Delay/Copyright 2022 The AP. All rights reserved.
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Von Euronews mit DPA
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Mehr als 40 Millionen Kinder und Jugendliche sind in den vergangenen Jahren durch Extremwetterereignisse vertrieben worden. Diese Zahl dürfte in Zukunft weiter steigen.

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Rund 43 Millionen Kinder und Jugendliche sind in den vergangenen Jahren durch Extremwetterereignisse mindestens vorübergehend aus ihrem Zuhause vertrieben worden. Das geht aus einem neuen Bericht des Kinderhilfswerks Unicef hervor.

Zwischen 2016 und 2021 trieben Überschwemmungen, Stürme, Dürren und Waldbrände Millionen Minderjährige zur Flucht.

Extremwetterereignisse häufen sich immer mehr

Die Anzahl und die Intensität dieser Extremwetterereignisse sind in der Vergangenheit stetig gestiegen – und stehen im Zusammenhang mit dem Klimawandel.

Dieser Zusammenhang sei zwar komplex, heißt es in dem Unicef-Bericht. Es sei jedoch eindeutiger als je zuvor, dass das Klima die Verdrängungsmuster beeinflusse.

China und die Philippinen zählten in dem Zeitraum von 2016 bis 2021 zu den Ländern, in denen am meisten Kinder und Jugendliche vor Wetterereignissen fliehen mussten. Im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung waren Minderjährige in kleinen Inselstaaten wie Vanuatu am stärksten von Stürmen betroffen.

In Somalia und im Südsudan hatten Überschwemmungen den größten Einfluss.

In Zukunft dürfte sich die Lage noch verschlimmern: In dem Bericht wird geschätzt, dass in den kommenden 30 Jahren allein überschwemmende Flüsse 96 Millionen Kinder und Jugendliche vertreiben könnten.

"Verheerende Angsterfahrung" für Kinder und Jugendliche

Diese Angsterfahrung könnte für Minderjährige besonders verheerend sein, beklagt die Unicef-Direktorin Catherine Russell:

"Die Flucht mag ihnen das Leben gerettet haben, doch sie ist eine sehr erschütternde Erfahrung. So wie die Auswirkungen des Klimawandels immer größere Ausmaße annehmen, werden auch klimabedingte Fluchtbewegungen zunehmen."

Das Wissen sei da, um der eskalierenden Herausforderung zu begegnen, sagte Russell: "Doch wir handeln viel zu langsam."

Unicef fordert, Minderjährige besonders vor den Auswirkungen des Klimawandels zu schützen. Bildungs- Gesundheits-, Sozial- und Kinderschutzdienste sollen mobil und integrativ werden, damit sie flexibel auf Extremwetterereignisse reagieren können.

Weitere Quellen • Unicef

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