Weltwetterorganisation fordert neue Maßnahmen für Wasser-Management

Die Ressource Wasser wird uns im Zeitalter des rasant voran schreitenden Klimawandels immer weiter beschäftigen
Die Ressource Wasser wird uns im Zeitalter des rasant voran schreitenden Klimawandels immer weiter beschäftigen Copyright OLIVIER MORIN/AFP or licensors
Von Euronews mit dpa
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Die Wetterorganisation der Vereinten Nationen schreibt in ihrem jüngsten Bericht, dass dringend neue Maßnahmen zum Wasser-Management ergriffen werden müssen.

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Die überwältigende Mehrheit der Naturkatastrophen steht im Zusammenhang mit Wasser: das ist die Schlussfolgerung der Weltorganisation für Meteorologie (WMO). Die Wetterorganisation der Vereinten Nationen schreibt in ihrem jüngst veröffentlichten Bericht, dass dringend neue Maßnahmen zum Wasser-Management ergriffen werden müssen.

Konkret fordert die WMO, eine bessere Überwachung, den Austausch von Daten und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Nur so könne der Gesellschaft geholfen werden, mit den heutigen Extremen fertig zu werden.

Petteri Taalas, Generalsekretär der Weltwetterorganisation, erklärt:

"Etwa die Hälfte der Welt hat eine Zunahme von Überschwemmungen zu verzeichnen, und etwa ein Drittel des Planeten ist mit einer Zunahme von Dürreereignissen konfrontiert. (...) Wir werden vor der Herausforderung stehen, Wasser für die Landwirtschaft, die Menschen, die Industrie und auch für die Wasserkrafterzeugung zu bekommen."

70 Prozent des Wassers entfalle auf die Landwirtschaft. Dort müsse sparsamer bewässert werden.

Stefan Uhlenbrook, WMO-Direktor der Abteilung Wasser und Kryospähre:

"Was ist die Lösung? Wir müssen die Nachfrage steuern. 90 % des entnommenen Wassers für die Landwirtschaft in weitgehend ineffizienten Bewässerungssystemen zu verwenden, ist nicht der richtige Weg. (...) Wasserintensive Pflanzen mitten in der Wüste anzubauen, ist vielleicht wirtschaftlich noch machbar, aber ökologisch nicht mehr tragbar."

Die WMO möchte mehr über "den wahren Zustand der weltweiten Süßwasserressourcen" erfahren. Dem WMO-Bericht zufolge haben derzeit 3,6 Milliarden Menschen mindestens einen Monat im Jahr lang keinen ausreichenden Zugang zu Trinkwasser.

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