Gänsehaut und Freudentränen: SoFi-Fans in den USA und Mexiko feiern den "Feuerring"

SoFi-Besudnerer in Merida, Mexiko
SoFi-Besudnerer in Merida, Mexiko Copyright AP Photo/Martin Zetina
Von Euronews mit AFP
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Der "Feuerkreis", der dem Rand der Sonne entspricht, dauert je nach Beobachtungsort von einigen Dutzend Sekunden bis zu mehr als fünf Minuten. Die Nasa zeigte eine Direktübertragung auf ihrer Website, mit Liveschalten nach New Mexico und Texas.

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Millionen von Menschen in Nord- und Südamerika konnten am Samstag eine ringförmige Sonnenfinsternis beobachten, bei der der Mond die Sonne bedeckte und einen "Feuerkreis" entstehen ließ - zumindest ein paar Minuten lang.

Bei einer ringförmigen Sonnenfinsternis ist der Mond etwas weiter von der Erde entfernt als bei einer totalen Sonnenfinsternis, so dass sein Durchmesser aus unserer Sicht etwas kleiner als der der Sonne zu sein scheint -- was diesen orangefarbenen "Ring" erzeugt.

"Das ist wie ein schwarzes Loch", schwärmte der achtjährige Mubaraq Sokunbi, der die Sonnenfinsternis am Rande eines großen jährlichen Heißluftballonfestivals in Albuquerque (New Mexiko) bewundern konnte. 

Die Sonnenfinsternis war kurz nach 09:00 Uhr Ortszeit (16:00 Uhr GMT) im US-Bundesstaat Oregon an der Pazifikküste zu sehen und zog dann vom Nordwesten der USA bis nach Texas im Süden "durch" die USA.

"Es ist majestätisch. Wir staunen", schwärmte Shannon Cozad, eine andere "SoFi"- Zuschauerin in den USA.

"Etwas Unbeschreibliches"

Die Sonnenfinsternis war anschließend in Mexiko und in Mittelamerika zu sehen, insbesondere in Honduras, Costa Rica und Nicaragua.

Das erste südamerikanische Land, in dem die Sonnenfinsternis auftauchte, war Kolumbien. Im Planetarium von Bogotá hielten gegen Mittag etwa tausend Menschen den Atem an, als der Himmel plötzlich aufriss und die SoFi sichtbar wurde. Vile jubelten, es gab aber auch Tränen der Rührung.

"Es war etwas Unbeschreibliches, es gibt keine Worte", hauchte Jhoan Vinazco, ein 25-jähriger Akademiker.

In Penonome in Panama, 150 km südwestlich der Hauptstadt, beobachtete Carlos Ramirez die Sonnenfinsternis als Astronaut verkleidet, ein alter Kindheitstraum. "Ich fand das Ereignis hier in Panama spektakulär", schwärmte der 55-jährige Touristenführer gegenüber AFP.

Der "Feuerkreis", der dem Rand der Sonne entspricht, dauert je nach Beobachtungsort von einigen Dutzend Sekunden bis zu mehr als fünf Minuten. Die Nasa zeigte eine Direktübertragung auf ihrer Website, mit Liveschalten nach New Mexico und Texas.

Generalprobe für 2024

In den USA diente das Ereignis als Generalprobe für eine totale Sonnenfinsternis, die im April 2024 bevorsteht. Sowohl die ringförmige als auch die totale Sonnenfinsternis "werden für die wissenschaftliche Forschung absolut atemberaubend sein", meint Madhulika Guhathakurta, Wissenschaftlerin in der Abteilung für Heliophysik der Nasa.

"Während einer Sonnenfinsternis kommt es zu einem signifikanten Rückgang der Elektronendichte in der Ionosphäre, einer Schicht der Atmosphäre. Und obwohl die atmosphärischen Auswirkungen von Sonnenfinsternissen seit mehr als 50 Jahren untersucht werden, gibt es noch viele Fragen. Zum Beispiel: Wie viel der Ionosphäre wird beeinflusst, wie lange und warum?"

Die Nasa hatte den Start von drei Höhenforschungsraketen vom Militärstützpunkt White Sands in New Mexico vorbereitet: eine vor der Finsternis, eine während der Finsternis und eine danach.

Ziel war es, Daten über die magnetischen und elektrischen Felder, die Elektronendichte und die Temperatur zu sammeln, die aufgrund des Schattens des Mondes gesunken war. Der Schatten des Mondes könnte auch die Tiere verunsichert haben.

Eine totale Sonnenfinsternis hatte es 2017 in den USA gegeben. Nach der Finsternis im April 2024 wird die nächste erst im Jahr 2044 in den USA sichtbar sein.

Auch in Spanien wird im August 2026 eine totale Sonnenfinsternis zu sehen sein.

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