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Keine Ergebnisse beim Kairoer Friedensgipfel zum Nahost-Konflikt

EU-Ratspräsident Charles Michel beim Gipfeltreffen zum Nahost-Krieg in Kairo
EU-Ratspräsident Charles Michel beim Gipfeltreffen zum Nahost-Krieg in Kairo Copyright KHALED DESOUKI/AFP or licensors
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Von Euronews mit DPA/AFP
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Das Krisentreffen in Kairo ist ohne Ergebnisse zu Ende gegangen. Im Gazastreifen liefen am Samstag erste Hilfslieferungen an - unterdessen gingen die schweren Kämpfe weiter.

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Bei der Friedenskonferenz zur Krise in Nahpost auf Einladung Ägyptens gab es scharfe Kritik an Israels Angriffen im Gazastreifen wie auch am Terror der dort herrschenden islamistischen Hamas. Doch das kurzfristig anberaumte Krisentreffen ging ohne konkrete Ergebnisse zu Ende. 

Die Teilnehmer konnten sich nicht auf eine gemeinsame Erklärung einigen. Viele, darunter auch Ägyptens Präsident Al-Sisi, erklärten, ohne eine Zwei-Staaten Lösung ließe sich der Konflikt nicht dauerhaft beenden. Außerdem forderten sie eine Feuerpause.

Zuvor hatten sich mehrere Spitzenpolitiker für ein schnelles Ende des Gaza-Krieges stark gemacht. 

Schutz der Zivilbevölkerung im Gazastreifen

Sowohl UN-Generalsekretär António Guterres als auch EU-Ratspräsident Charles Michel forderten den Schutz der Zivilbevölkerung und der zivilen Infrastruktur.

"Wir müssen jetzt handeln, um den Albtraum zu beenden", sagte Guterres. Der von Israel völlig abgeriegelte Gazastreifen brauche massive Hilfslieferungen. 

Und er bezeichnete die Klagen der Palästinenser beim Gipfel als legitim. "Wir können und dürfen den größeren Kontext dieser tragischen Ereignisse nicht ignorieren: den langen Konflikt und 56 Jahre unter Besatzung, ohne ein Ende in Sicht."

Recht Israels auf Selbstverteidigung

Michel bekräftigte das Recht Israels, sich gegen den Terror der Hamas zu verteidigen. Dieses Recht auf Selbstverteidigung müsse im EInklang mit dem Völkerrecht verwirklicht werden. 

"Es ist unsere Pflicht, zusammenzuarbeiten, um eine regionale Eskalation zu vermeiden, den Konflikt einzudämmen und dem Kreislauf der Gewalt ein Ende zu setzen. Das muss unser gemeinsames Ziel sein, und in dieser Hinsicht halte ich dieses Treffen für wichtig: Wir haben eine Pflicht, wir haben eine Verantwortung."

Charles Michel ebenso wie UN-Chef Guterres unterstrichen zudem die Notwendigkeit, die Zwei-Staaten-Lösung für Israelis und Palästinenser erneut ins Gespräch zu bringen.

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