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Kommunikation unterbrochen: Israel weitet Boden- und Luftangriffe in Gaza aus

Israels Angriffe auf Gaza am Freitagabend
Israels Angriffe auf Gaza am Freitagabend Copyright Abed Khaled/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
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Von Euronews mit AFP, AP
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Am Freitagabend haben Berichten zufolge israelische Truppen an mindestens zwei Stellen den Grenzzaun zum Gazastreifen überquert.

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Der Gazastreifen war am Freitagabend vom Internet abgeschnitten. Das berichtete auch die Palästinenserführung in Ramallah - wie die israelische Zeitung Haaretz unter Berufung auf den palästinensischen Regierungschef Mohammed Schtajjeh schreibt.

Die WHO, UNICEF und andere Hilfsorganisationen beklagten, dass sie den Kontakt zu ihren Mitarbeitenden in Gaza verloren hätten und forderten die Wiederherstellung der Kommunikationswege.

Der Korrespondent des Senders Al Jazeera erklärte, die Menschen in Gaza seien angesichts der vielen Luftangriffe in Panik, weil sie nicht mehr miteinander kommunizieren könnten. Zuvor hätten sich die Leute gegenseitig gewarnt. Offenbar waren auch die Telefonverbindungen unterbrochen. Deshalb könnten die Leute auch keine Rettungsdienste mehr anrufen.

Gleichzeitig sagen Augenzeugen aus Gaza, dass Israels Truppen an mindestens zwei Stellen den Grenzzaun zum Gazastreifen überquert haben. Schon in den Nächten zuvor hatten Bodentruppen der israelischen Armee Militäroperationen in Gaza durchgeführt.

In einem Interview mit ABC erklärte allerdings ein Sprecher von Tsahal, die große israelische Bodenoffensive habe nicht begonnen.

Die israelische Militäroperation ist eine Vergeltung für den Terrorangriff der Hamas in Israel am 7. Oktober, bei dem rund 1.400 Menschen getötet und 224 Geiseln nach Gaza verschleppt wurden.

In Gaza wurden seitdem nach Angaben der Gesundheitsbehörden mehr als 7.000 Menschen getötet - darunter etwa 3.000 Kinder.

Von Tag zu Tag mehr Luftschläge

Die Bombardierungen Israels durch die Luftwaffe dauerten unterdessen weiter an. Bewohnerinnen und Bewohner von Gaza hatten in den vergangenen Tagen berichtet, dass die Luftangriffe von Tag zu Tag immer schlimmer würden.

Abstimmung zu Waffenstillstand bei der UNO

Bei der UN-Generalversammlung stimmten 120 Länder für einen sofortigen, humanitären Waffenstillstand in Nahost, 14 Staaten - darunter Israel und die USA - stimmten dagegen und 45 enthielten sich. Auch Deutschland enthielt sich. Außenministerin Annalena Baerbock erklärte zur Begründung, in der von Jordanien eingebrachten Resolution sei der Terrorangriff der Hamas nicht klar genug verurteilt und die Befreiung aller Geiseln nicht deutlich genug gefordert worden.

Frankreich, Spanien und mehrere andere EU-Staaten stimmten für den Waffenstillstand.

Die Resolution der UN-Generalversammlung stellt keine Verpflichtung, sondern eher einen moralischen Druck dar.

Israels Außenminister wies die Forderung nach einem Waffenstillstand zurück. Sein Land habe das Ziel die Hamas eliminieren, wie die Welt es mit den Nazis und ISIS getan habe, schrieb Eli Cohen in den sozialen Medien.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres wiederholte unterdessen seinen Aufruf zu einer Waffenruhe für Gaza. 

Sein vorheriger Aufruf war von Israel heftig kritisiert worden - doch Guterres fühlte sich von Israel missverstanden. Der UN-Generalsekretär hatte sich vor allem für Hilfslieferungen für die Menschen im Gazastreifen eingesetzt und war dafür an die ägyptische Grenze gereist.

USA fordern Bürger dazu auf, Libanon zu verlassen

Das US-Außenministerium hat am Freitagabend die US-Bürger und -Bürgerinnen dazu aufgefordert, den Libanon zu verlassen - solange es noch kommerzielle Flüge aus dem Land gebe.

In den vergangenen Tagen hatte Israel die Bewohnerinnen und Bewohner von Städten wie Kiryat Shmona wegen der Kämpfe mit der Hisbollah an der Grenze zu Libanon evakuiert.

In der Reisewarnung spricht die US-Regierung von einer "unvorhersehbaren Situation" und erklärt, dass sich die US-Bürger nicht auf militärische Evakuierungen verlassen könnten.

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