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Bald Vulkanausbruch auf Island? Evakuierung nach 800 Erdbeben an einem Tag

Vorheriger Vulkanausbruch auf der Halbinsel Reykjanes in Island (2021)
Vorheriger Vulkanausbruch auf der Halbinsel Reykjanes in Island (2021) Copyright Marco Di Marco/Marco Di Marco
Copyright Marco Di Marco/Marco Di Marco
Von Euronews mit AFP
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In Island haben die Behörden die 4.000 Bewohnerinnen und Bewohner von Grindavik evakuieren lassen. Es wird befürchtet, dass Magma aus dem Vulkan an die Erdoberfläche brechen könnte.

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Nachdem mehr als 800 Erdstöße an einem Tag registriert worden waren, haben die Behörden auf Island den Ort Grindavik auf der Halbinsel Reykjanes evakuiert. Es droht die Gefahr, dass ein unter dem Ort liegender Vulkan ausbrechen könnte. Für die etwa 4.000 Bewohnerinnen und Bewohner wurden drei Notunterkunftszentren eingerichtet.

Das Amt für Katastrophenschutz und Notfallmanagement hat die Notfallphase ausgerufen. 

Laut dem isländischen Wetterdienst gibt es klare Hinweise darauf, dass die Magma bald an die Erdoberfläche durchbrechen könnte.

Island verfügt über ein zuverlässiges Überwachungssystem der Vulkane, aber dennoch ist es laut Experten schwierig, genau zu sagen, wann, wo und ob ein Ausbruch stattfinden wird. 

Zuletzt war im vergangenen Sommer ein Vulkan in der Nähe der Hauptstadt Reykjavic ausgebrochen.

Serie von Erdbeben seit dem 24. Oktober

Am frühen Freitagabend wurde ein Erdbeben der Stärke 5,2 registriert, das bis in die vierzig Kilometer entfernte Hauptstadt Reykjavik und entlang der Südküste zu spüren war.

Nach Angaben der IMO wurden auf der Halbinsel seit Ende Oktober rund 24.000 Beben registriert, wobei am Freitag zwischen Mitternacht und 14.00 Uhr GMT ein "dichter Schwarm" von fast 800 Beben registriert wurde.

In der Nacht zum 24. Oktober 2023 hatte auf der Halbinsel Reykjanes nördlich der Stadt Grindavík eine Serie von Erdbeben begonnen. Am 27. Oktober wurde beobachtet, dass sich die Erde an einigen Stellen angehoben hatte, was auf ein Eindringen von Magma in die darunter liegende Erde hindeutet. Das Phänomen wurde an einer Stelle festgestellt, an der in den letzten drei Jahren drei Ausbrüche stattgefunden haben. 

Auf einer Pressekonferenz des Ministeriums für Katastrophenschutz und Notfallmanagement wurde erklärt, dass ktuelle Daten und Messungen darauf hindeuten, dass ein weiterer Ausbruch auf der Halbinsel Reykjanes möglich ist. Dieser könne eventuell der bisher größte in der jüngsten Phase der seismischen und vulkanischen Aktivität auf der Halbinsel sein. Die seismische Aktivität und die Magmakonzentration konzentrieren sich auf den Nordwesten des Berges Þorbjörn, der die Küstenstadt Grindavík vom Kraftwerk Svartsengi und der Blauen Lagune im Norden trennt.

Es bestehe eine reale Gefahr für den Betrieb des Kraftwerks Svartsengi, das der Hauptversorger der Halbinsel Reykjanes für Strom und Wasser ist.

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