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Neue Berechnung: Heißes Jahr 2022 fordert rund 70.000 Hitzetote

Ein Mann kühlt sich mit Wasser ab (Symbolbild)
Ein Mann kühlt sich mit Wasser ab (Symbolbild) Copyright Christinne Muschi/AP
Copyright Christinne Muschi/AP
Von Euronews mit dpa
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Ursprünglich waren es Schätzungen zufolge mehr als 62.000 Menschen, die aufgrund extremer Hitze im Jahr 2022 gestorben waren. Nun erläutert ein neuer Bericht, dass die Zahlen nach oben korrigiert werden müssen.

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Das Jahr 2022 war in Europa das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnung - mit offenbar noch dramatischeren Folgen als bislang angenommen. Denn laut einer neuen Studie des Barcelona Institute for Global Health könnten insgesamt 70.066 Todesfälle mit der außergewöhnlichen Hitze in den Sommermonaten zusammenhängen.

Demnach wurden die ursprünglichen Zahlen von 62.862 Hitzetoten nach oben korrigiert. Grund ist eine neue Berechnung, die die Mortalität nicht mehr täglich, sondern wöchentlich erfasst.

2022 markierte auch einen neuen Rekord, was den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase betrifft. Einem am Montag veröffentlichten Bericht des UN-Umweltprogramms (UNEP) zufolge stiegen die weltweiten Treibhausgasemissionen von 2021 bis 2022 um 1,2 Prozent auf 57,4 Gigatonnen Kohlendioxidäquivalent.

Angesichts der Entwicklung reichen die bislang gemachten Zusagen zum Pariser Klimaabkommen dem Bericht zufolge nicht länger aus. Auch wenn sie eingehalten würden, steuere die Welt in diesem Jahrhundert auf einen Temperaturanstieg zwischen 2,5 bis 2,9 Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu, hieß es.

Die Staatengemeinschaft hat im Jahr 2015 im Pariser Klimaabkommen vereinbart, die Erderwärmung auf 1,5 oder 2 Grad Celsius zu beschränken, um die katastrophalsten Folgen des Klimawandels abzuwenden. Dafür darf nur noch eine begrenzte Menge klimaschädlicher Treibhausgase wie Kohlendioxid (CO2) in die Erdatmosphäre gelangen.

Diese werden zum größten Teil bei der Verbrennung der Brennstoffe Öl, Erdgas und Kohle freigesetzt. Experten halten die bislang geplanten Maßnahmen der Staaten jedoch längst nicht für ambitioniert genug.

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