Größter Drohnenangriff auf Kiew seit Kriegsbeginn

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Von Euronews mit AFP, AP, dpa
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Russland hat in der Nacht zum Samstag nach ukrainischen Angaben seinen größten Drohnenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew seit Kriegsbeginn gestartet.

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Russland hat in der Nacht zum Samstag nach ukrainischen Angaben seinen größten Drohnenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew seit Kriegsbeginn gestartet.

Fünf Menschen seien verletzt worden, darunter auch ein elf Jahre altes Kind, schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram. Neben Kiew wurden unter anderem die Regionen Sumy, Saporischschja und Mykolaiw angegriffen.

Insgesamt hat Russland 75 Drohnen aus iranischer Produktion eingesetzt, von denen nach Angaben der ukrainischen Armee 74 von der Luftabwehr zerstört wurden.

Bei dem stundenlangen Angriff wurden mehrere Gebäude beschädigt, darunter auch ein Kindergarten. 17.000 Menschen in der Region Kiew waren zeitweise ohne Strom. Klitschko berichtete auch von Trümmern abgeschossener Drohnen, die abgestürzt seien. Dadurch seien an mehreren Stellen Brände ausgebrochen. 

Angesichts des nahenden Winters bereitet sich Kiew auf eine neue Kampagne massiver russischer Bombardements vor, die auf die Energieinfrastruktur des Landes abzielen. Seit vergangenem Herbst attackiert Russland immer wieder systematisch Objekte der Energieversorgung des Nachbarlands. Auch in diesem Winter rechnet Kiew mit gezielten Angriffen Moskaus gegen die ukrainische Strom-, Wärme- und Wasserversorgung.

Russland überzieht die Ukraine seit Beginn seines Angriffskrieges am 24. Februar 2022 immer wieder mit Luftangriffen. Die ukrainische Flugabwehr ist nach den Lieferungen westlicher Luftverteidigungssysteme in der Lage, den Großteil der Drohnen und Raketen abzuschießen. Das Land hat den Westen aufgerufen, noch mehr Flugabwehrsysteme zu liefern, um die Städte und Regionen noch besser schützen zu können.

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