Freude über Freilassung von Gefangenen und Geiseln - doch der Krieg geht weiter

Freude über Freilassung von Gefangenen und Geiseln
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Von Euronews
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Während des Waffenstillstands in Gazastreifen sind weitere Geiseln und Gefangene freigelassen worden. Israel will den Krieg dennoch mit voller Härte weiterführen.

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Tag fünf des vorübergehenden Waffenstillstands zwischen Israel und der Hamas, nachdem eine 48-stündige Verlängerung vereinbart worden war.

Hunderte Palästinenser säumten die Straßen von Ramallah, um die 30 palästinensischen Gefangenen zu begrüßen, die Israel im Rahmen des jüngsten Gefangenenaustauschs freigelassen hatte.

Der militärische Flügel der Hamas, die Al-Qassam-Brigaden, veröffentlichte ein Video, auf dem zu sehen ist, wie eine Menschenmenge in Rafah einen Konvoi von Lieferwagen begrüßt, der an dem Treffpunkt ankommt, an dem zuvor zwölf Geiseln an das Rote Kreuz übergeben wurden.

Die in Sderot versammelten Israelis feierten die Ankunft der Fahrzeuge, die die freigelassenen Geiseln transportierten.

Die Hamas und andere Kämpfer halten unterdessen noch etwa 160 der 240 Geiseln fest, die sie bei ihrem Angriff auf den Süden Israels am 7. Oktober genommen hatten.

Waffenruhe und große humanitäre Not

Ein Sprecher der israelischen Regierung erklärte, sie sei offen für eine zusätzliche fünftägige Waffenruhe im Rahmen des derzeitigen Abkommens über den Austausch von Geiseln und Gefangenen.

Während der Kampfpause liefert das UN-Welternährungsprogramm (WFP) dringend benötigte Nahrungsmittel an über 120.000 Menschen im Gazastreifen. Die Lieferungen seien jedoch völlig unzureichend, um das Ausmaß des Hungers zu bekämpfen, so Samer Abdeljaber, Landesdirektor des WFP Palästina: „Hunderttausende sind unmittelbar vom Hungertod bedroht. Das WFP hofft auf eine Verlängerung dieser Pause, die den Weg für eine längerfristige Beruhigung ebnen könnte. Der sichere und ungehinderte Zugang kann jetzt nicht unterbrochen werden.“

Auch wenn es den Anschein hat, dass die Bereitschaft besteht, den Waffenstillstand zu verlängern, der nun ausläuft – der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu betont, dass der Krieg mit voller Härte wieder aufgenommen wird.

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