Hamas lässt weitere Geiseln frei - unter ihnen sollen auch Deutsche sein

Konvoi mit freigelassenen Geiseln
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Der israelische Ministerpräsident Netanjahu stellte allerdings klar, dass der Kampf gegen die Hamas nach der Rückführung aller Geiseln "bis zum Ende" fortgesetzt werde.

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Die radikalislamische Hamas hat am Mittwoch nach Angaben des israelischen Militärs zehn weitere in den Gazastreifen entführte Israelis dem Roten Kreuz übergeben. Zusätzlich seien vier Bürger Thailands übergeben worden, wie die Armee weiter auf X mitteilte.

In der Gruppe der am Mittwoch aus der Gewalt der Hamas freigelassenen Geiseln sind auch drei Deutsche. Es seien Doppelstaatler, die auch den israelischen Pass hätten, teilte Madschid al-Ansari, Sprecher des katarischen Außenministeriums, am Mittwochabend mit.

Zuvor hatte der Hamas bereits zwei weitere Geiseln freigelassen. Die 50-Jährige und ihre 73-jährige Mutter haben Medienberichten zufolge die russische und die israelische Staatsbürgerschaft. Sie konnten den Gazastreifen demnach am Abend über den Grenzübergang Rafah verlassen. 

Im Gegenzug wollte Israel erneut 30 palästinensische Gefangene freilassen.

Netanjahu: Kampf gegen Hamas "bis zum Ende" fortsetzen

Unterdessen hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu angegeben, den Kampf gegen die Hamas in Gaza "bis zum Ende" fortsetzen zu wollen, sobald die Rückführung der Geiseln abgeschlossen sei. Noch gilt zwischen der Israel und Hamas eine Feuerpause.

Ungeachtet dessen sind bei einem israelischen Überfall auf die Stadt Dschenin im Westjordanland zwei Menschen getötet worden. Dabei handelte es sich um einen acht- und einen fünfzehnjährigen Jungen. Das hat das palästinensische Gesundheits- ministerium mitgeteilt.

Im Gazastreifen starben trotz der noch geltenden Feuerpause außerdem drei bewaffnete Palästinenser. Die Männer seien eine Bedrohung für die israelischen Soldaten gewesen, so ein Sprecher der Armee. Aus dem Gazastreifen hieß es aus Sanitäterkreisen, im Norden des Küstenstreifens seien zwei Tote und ein Verletzter geborgen worden. Augenzeugenberichten zufolge seien sie aber unbewaffnet gewesen. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Beschuss trotz Feuerpause

Schon am Vortag hatte es trotz der vereinbarten Kampfpause und dem täglichen Austausch israelischer Geiseln gegen palästinensische Häftlinge einen Schusswechsel im nördlichen Gazastreifen gegeben.

Beide Seiten hatten sich daraufhin eine Verletzung der Feuerpause vorgeworfen. Am Dienstagabend waren dennoch wie vereinbart zehn israelische Geiseln gegen 30 palästinensische Häftlinge ausgetauscht worden.

Die seit Freitag geltende Feuerpause in dem mehr als sieben Wochen dauernden Konflikt könnte noch bis Donnerstagmorgen dauern. Für eine weitere Verlängerung liefen intensive Verhandlungen unter Vermittlung des Golfemirats Katar und Ägyptens.

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