Schießerei in Prag: Hat der Schütze auch seinen Vater ermordet?

Der tschechische Ministerpräsident Petr Fiala legte am Freitag, 22. Dezember 2023, vor dem Gebäude der Karls-Universität in Prag Blumen für die Opfer der Massenerschießung.
Der tschechische Ministerpräsident Petr Fiala legte am Freitag, 22. Dezember 2023, vor dem Gebäude der Karls-Universität in Prag Blumen für die Opfer der Massenerschießung. Copyright Petr David Josek/Copyright 2023 The AP. All rights reserved
Von Diana Resnik
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Bei der Schießerei in Prag hat es 14 Tote und 25 teils schwer Verletzte gegeben. Die Polizei vermutet, dass der Student vor der Tat auch seinen Vater umgebracht hat. Was ist mit dem Doppelmord an einem Mann und einem Säugling?

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Laut neuen Erkenntnissen der Prager Polizei sind bei der Schießerei an der Karls-Universität 14 Menschen getötet worden. Der Täter beging wahrscheinlich Selbstmord.

14 Tote und 25 Verletzte

25 Menschen wurden verletzt, davon zehn schwer. Einige erlitten Schussverletzungen im Kopf- oder Brustbereich und mussten notoperiert werden. Einsatzvideos der Polizei zeigten eine chaotische Situation und Menschen in Panik. Auch eine Augenzeugin schilderte die dramatische Situation: „Wir hatten Unterricht, und auf einmal hörten wir ein merkwürdiges Knallen.“

Der Schütze erschoss womöglich seinen Vater

Doch es könnten nicht die einzigen Opfer des Schützen gewesen sein. Die Polizei vermutet, dass der 24-jährige Student vor dem Anschlag noch seinen eigenen Vater umgebracht hat.

Des Weiteren könnte er für einen Doppelmord an einem Vater und seiner Tochter im Säuglingsalter verantwortlich gewesen sein, die erschossen in einem Wald am Prager Stadtrand vorgefunden wurden.

Kein terroristischer Hintergrund vermutet

Der tschechische Ministerpräsident Petr Fiala hatte seinen Besuch in Frankreich abgebrochen, um zurück nach Prag zu eilen und Blumen für die Opfer niederzulegen. Für den Samstag ist eine eintägige Staatstrauer angeordnet worden. Auch ist ein Trauergottesdienst im Prager Veitsdom geplant.

Als Reaktion auf die Schusswaffenattacke veranstaltete die Karls-Universität eine Spendenaktion für die Verletzten und Angehörigen der Toten. Bisher wurden insgesamt mehr als 500.000 Euro gespendet.

Die Ermittler vermuten keinen extremistischen Hintergrund. Der Schütze habe seine Waffen legal besessen und sei nicht vorbestraft. Das Motiv der Tat ist noch unklar.

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