Vor dem Weihnachtsfest: Italien blickt zurück auf ein schweres Jahr

Die Straßen in Rom sind auch dieses Jahr zur Weihnachtszeit gut gefüllt.
Die Straßen in Rom sind auch dieses Jahr zur Weihnachtszeit gut gefüllt. Copyright Euronews
Von Giorgia Orlandi
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Vielen Italiener:innen steckt 2023 schwer in den Knochen: Inflation, Armut, Kriege im Gazastreifen und in der Ukraine. Dennoch blicken einige optimistisch ins neue Jahr.

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Für viele Italiener:innen war 2023 kein leichtes Jahr. Sie hatten nicht nur mit den Auswirkungen der Inflation zu kämpfen. Laut neuesten Umfragen ist die Hälfte der italienischen Bevölkerung ernsthaft besorgt wegen des Krieges im Gazastreifen.

Kriege im Gazastreifen und der Ukraine sorgen für Beunruhigung

Auch der Krieg in der Ukraine sorgt weiterhin für Beunruhigung. Dennoch wollen viele Italiener:innen die Weihnachtszeit genießen.

Auch auf Urlaub verzichten die Italiener:innen trotz der angespannteren wirtschaftlichen Lage nicht, besonders während der Feiertage. Aus den aktuellen Daten ergibt sich, dass die Anzahl der Urlaubsbuchungen zwischen Ende 2023 und Anfang 2024 im Vergleich zum Vorjahr um fast 15 Prozent gestiegen ist.

"Es war ein hartes Jahr"

2023 sitzt vielen Italiener:innen dennoch in den Knochen. "Es war ein hartes Jahr an allen Fronten", sagt eine Passantin in Rom.

"Diese Kriege machen uns Sorgen, und wir machen uns Sorgen um das Wohlergehen des Landes", fügt sie hinzu. Die ganze Situation habe ihr zugesetzt, doch man dürfe die Hoffnung nicht verlieren. Ins kommende Jahr blickt sie optimistisch: "Möge das neue Jahr mehr Frieden in die Welt bringen", sagt sie.

Ein Passant drückt seine Hoffnung aus, dass beide Konflikte ein baldiges Ende finden mögen. Dann erinnert er an diejenigen im Land, die von Armut betroffen sind.

"Es hängt von uns ab"

"Auch wenn es an Weihnachten darum geht, sich fröhlich zu fühlen, sollten wir die Menschen nicht vergessen, die sich finanziell schwertun und nicht über die Runden kommen", mahnt er.

Eine weitere Passantin beruft sich auf den "Geist von Weihnachten", bei dem es darum gehe, Vertrauen in eine bessere Zukunft zu haben. "Es geht darum, zu glauben, dass wir die Dinge verbessern können", sagt sie: "Es hängt wirklich von uns ab."

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