Zankapfel Ukraine-Hilfe: Slowakei und Ungarn verbünden sich

Ungarn und die Slowakei sind sich einig: Die EU sollte ein geplantes Hilfspaket für Kiew in Höhe von 50 Milliarden Euro nicht aus dem gemeinsamen Haushalt finanzieren.
Ungarn und die Slowakei sind sich einig: Die EU sollte ein geplantes Hilfspaket für Kiew in Höhe von 50 Milliarden Euro nicht aus dem gemeinsamen Haushalt finanzieren. Copyright Denes Erdos/Copyright 2024 The AP. All rights reserved.
Von Diana ResnikLena Roche und Zoltán Siposhegyi
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In einer Frage sind sich Ungarn und die Slowakei einig: Der Krieg in der Ukraine könne nicht mit militärischen Mitteln gelöst werden. Auf dem EU-Gipfel im Dezember war die Slowakei aber noch anderer Meinung.

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Nach bilateralen Gesprächen in Budapest hat der slowakische Ministerpräsident Robert Fico sich hinter seinen ungarischen Amtkollegen Viktor Orbán gestellt. Er stimme mit Orbáns Position überein, dass die EU ein geplantes Hilfspaket für Kiew in Höhe von 50 Milliarden Euro nicht aus dem gemeinsamen Haushalt finanzieren sollte. Beide fügten hinzu, dass der Krieg in der Ukraine nicht mit militärischen Mitteln gelöst werden könne. Fico und Orbán gaben sich zudem als Kämpfer für nationale Souveränität.

"Souveränität ist für beide Staaten wichtig. Weder Ungarn noch die Slowakei wollen, dass sich die EU in einen Superstaat verwandelt. Und wir wollen nicht, dass illegale Migration legitimiert wird", so der ungarische Ministerpräsident.

Der Premierminister der Slowakei, Robert Fico, sagte: "Wir sind Ungarn sehr dankbar für die Sicherheit des slowakischen Luftraums durch seine Verteidigungskräfte. Die Vorgängerregierungen haben alle Waffen den Ukrainern gegeben und uns völlig schutzlos zurückgelassen."

Euronews-Korrespondent, Zoltán Siposhegyi, kommentierte: "Viktor Orbán behauptet, dass die slowakischen und ungarischen nationalen Interessen zu 99 Prozent übereinstimmen. Und das, obwohl Robert Fico auf dem EU-Gipfel im Dezember für die finanzielle Unterstützung der Ukraine und deren Beitritt zur EU gestimmt hat. Das zeigt, dass der ungarische Ministerpräsident die Freundschaft wieder überschätzt, so wie er es mit Italien getan hat."

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