Visegrad-Gipfel: Gruppe ist sich uneins, wie Kiew geholfen werden soll

V4-Gipfeltreffen in Prag
V4-Gipfeltreffen in Prag Copyright Petr David Josek/AP
Von Euronews
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Nur die Hälfte der Visegrad-Gruppe ist für eine bedingungslose Unterstützung der Ukraine. Bei ihrem Treffen in Prag waren sich die vier Regierungschefs immerhin in einem Punkt einig.

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Die Mitgliedsstaaten der Visegrad-Gruppe haben bei einem Treffen in Prag ihre Unterstützung für die Ukraine bekräftigt. Tschechiens Ministerpräsident Petr Fiala betonte bei dem Vierer-Gipfel, dass Russlands Aggression eine eklatante Verletzung des Völkerrechts darstelle.

Doch beim Thema militärische Unterstützung für Kiew ist man sich innerhalb der Gruppe uneins. Ungarns Regierungschef Viktor Orbán machte das einmal mehr deutlich, der unterstrich, dass das "wichtigste Grundprinzip der nationalen Sicherheit Ungarns sei, dass es östlich von uns etwas geben sollte, das zwischen Russland und Ungarn liegt".

Orban: "Keine Waffen in die Ukraine"

Man helfe der Ukraine, auch wegen der eigenen nationalen Interessen, so Orbán. Es gebe eine Meinungsverschiedenheit, wie man der Ukraine am besten helfen können, "die ungarische Position ist klar: Wir schicken keine Waffen in die Ukraine".

Vor dem Liechtenstein-Palast in der tschechischen Hauptstadt, wo das V4-Gipfeltreffen stattfand, hatten sich Dutzende Menschen versammelt, um gegen Viktor Orbán und den slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico zu protestieren. Denn die beiden Regierungschefs halten sich mit militärischer Hilfe für die Ukraine zurück.

Hingegen will Tschechien Kiew bald Munition in einer enormen Größenordnung bereitstellen. Nach einem Bericht der "NZZ" sollen 800.000 Schuss Artilleriemunition an die Ukraine geliefert werden, mehr als ganz Europa im Jahr 2023 produziert hatte. Das hat Tschechiens Präsident Petr Pavel kürzlich angekündigt. Sein Land könne eine Lieferung dieser Größenordnung innerhalb von Wochen organisieren und in die Ukraine transportieren.

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