Hungersnot in Gaza: Selbst USA verlieren Geduld mit Israel

WHO beklagt Hungerkatastrophe im Gazastreifen
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Von Euronews mit AP, EBU
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Die WHO fordert, dass nur mehr Hilfslieferungen für Gaza auf dem Landweg die Hunger-Katastrophe im Gazastreifen lindern können.

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Der UN-Sicherheitsrat stimmt über die erste von den USA eingebrachte Resolution für einen Waffenstillstand im Gazastreifen ab. Zuvor hatten die Vereinigten Staaten von Amerika mehrere Vorschläge anderer Länder für eine Waffenruhe aus Solidarität mit Israel abgelehnt. 10 Länder arbeiten zudem an einem anderen Resolutionsentwurf für einen Waffenstillstand im Gazastreifen noch während des Fastenmonats Ramadan.

Blinken erneut in Israel

US-Außenminister Antony Blinken ist nach seinen Gesprächen in Ägypten in Tel Aviv eingetroffen. Inzwischen verlangt auch Washington von Israels Regierungschef mehr Rücksicht auf die Menschen im Gazastreifen. Die Biden-Regierung warnt Benjamin Netanjahu seit Tagen vor der geplanten Bodenoffensive in Rafah.

Antony Blinken hatte schon zuvor angekündigt, dass die USA Israel Vorschläge zum Vorgehen gegen die Hamas machen wollen: "Eine größere Militäroperation in Rafah wäre ein Fehler. Wir halten eine solche auch nicht für notwendig, um mit der Hamas fertig zu werden, was wir für notwendig halten. Wir werden die Gelegenheit haben, unseren israelischen Gesprächspartnern diese Ansicht im Detail mitzuteilen und unsere Vorschläge darüber darzulegen, wie man mit dem Problem anders umgehen kann."

WHO schlägt wegen Hungersnot in Gaza Alarm

Die Weltgesundheitsorganisation WHO zeigt dramatische Bilder der Hungerkatastrophe im Gazastreifen. Selbst in den wenigen noch notdürftig funktionierenden Krankenhäusern gibt es nicht genug zu essen.

In einem von WHO-Chef Tedron Adhanom Ghebreyesus geposteten Video aus Al-Schifa-Krankenhaus in Gaza-Stadt ist ein Junge zu sehen, der völlig unterernährt ist und dem ein Bein amputiert werden musste.

Die WHO, die UNO und Hilfsorganisation fordern von Israel mehr Hilfsgüter auf dem Landweg in den Gazastreifen zu lassen, um die Not dort zu lindern.

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