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USA: Weitere Proteste nach Erschießung einer Autofahrerin in Minneapolis

Aufgeheizte Stimmung in den USA nach dem gewaltsamen Tod einer Frau bei einer Razzia der Einwanderungsbehörde
Aufgeheizte Stimmung in den USA nach dem gewaltsamen Tod einer Frau bei einer Razzia der Einwanderungsbehörde Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Margitta Kirstaedter & AP
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Der Protest nach der Erschießung einer Autofahrerin durch einen Beamten der US-Einwanderungsbehörde geht weiter. Die Polizei ging gewaltsam gegen die Demonstranten vor.

Nach dem tödlichen Zwischenfall bei einer Straßenkontrolle der US-Einwanderungsbehörde in Minneapolis gab es in der Stadt auch am Dienstag Demonstrationen gegen die Einwanderungspolitik der Trump-Regierung. Bei den Protesten kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, Bundesbeamte setzten Tränengas und andere Augenreizmittel ein. Aufnahmen zeigen, wie sie Blendgranaten in eine kleine Gruppe von Demonstranten werfen.

In der vergangenen Woche war eine Autofahrerin, die offenbar aus einer Straßenkontrolle ausscheren wollte, in Minneapolis von einem Beamten der Einwanderungsbehörde angeschossen und tödlich getroffen worden. Die Ermittlungen des FBI zum Tod der Frau dauern an.

Auch Proteste in Kalifornien

Am Dienstag wurden bei einer Pressekonferenz auch Aufnahmen gewaltsamer Ausschreitungen während einer Demonstration am vergangenen Freitag in Santa Ana in Südkalifornien bekannt. Die Versammlung vor dem Gebäude der Einwanderungsbehörde in Santa Ana war ebenfalls eine Reaktion auf die Erschießung der Autofahrerin in Minneapolis. Ein Demonstrant wurde während der Protestaktion aus nächster Nähe von einem Bundesbeamten mit einem Projektil ins Gesicht getroffen und dabei verletzt, wie aus einem Video und den Aussagen anderer Demonstranten hervorgeht. Nach Angaben seiner Tante erblindete der junge Mann auf einem Auge. Das US-Heimatschutzministerium gab nicht bekannt, welche Art von Projektilen abgefeuert worden war.

Hunderte Menschen waren am Freitag durch die Straßen von Santa Ana marschiert, bis am Abend nur noch eine kleinere Gruppe vor dem Bundesgebäude verblieb, die Schimpfwörter gegen die Einwanderungs- und Zollbehörde rief. Sie verbrannten auf den Stufen des Gebäudes etwas, das wie eine amerikanische Flagge aussah, und forderten Gerechtigkeit für die erschossene Autofahrerin.

Die Trump-Regierung hat den Einwanderungsbeamten, der die 37-jährige Mutter von drei Kindern erschoss, wiederholt verteidigt und erklärt, er habe in Notwehr gehandelt.

Diese Erklärung wurde jedoch vom Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, dem Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, und anderen aufgrund von Videos der Konfrontation angezweifelt und kritisiert.

Nach der Ankündigung des Heimatschutzministeriums, mehr als 2.000 Einwanderungsbeamte nach Minnesota zu entsenden, haben der Bundesstaat Minnesota sowie die Stadt Minneapolis und ihre Zwillingsstadt St. Paul am Montag Klage eingereicht, um die Aufstockung zu stoppen oder einzugrenzen. Das Heimatschutzministerium gibt an, bei seiner Operation seit Anfang Dezember mehr als 2.000 Menschen im Bundesstaat Minnesota festgenommen zu haben, und beharrt darauf, nicht nachzugeben.

Die Folgen der tödlichen Schüsse haben auch die örtliche Staatsanwaltschaft in Minnesota erreicht. Mindestens fünf Staatsanwälte sind internen Kreisen zufolge aufgrund der Kontroverse um die Ermittlungen des US-Justizministeriums zurückgetreten.

Weitere Quellen • AP

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