Am Abend kamen Hunderte zu einer Mahnwache. Sie zündeten Kerzen an und riefen zum Widerstand gegen Razzien der Einwanderungsbehörde auf. Manche hielten Schilder gegen die Behörde ICE und skandierten Parolen. Autos und provisorische Barrikaden blockierten die umliegenden Straßen.
Das Viertel liegt nahe den seit langem etablierten Einwanderermärkten und nicht weit von dem Ort, an dem 2020 George Floyd getötet wurde.
In einer verschneiten Wohnstraße südlich der Innenstadt schoss ein Beamter dem 37-jährigen Autofahrer vor den Augen eines Familienmitglieds in den Kopf. Bundesbehörden erklärten, der Beamte habe in Notwehr gehandelt. Der Bürgermeister der Stadt nannte den Schuss leichtfertig und unnötig.