Der Angriff hat Anwohner, Rettungskräfte und die Familien der Opfer in Schock, Angst und traumatischer Starre zurückgelassen. Die anhaltenden Drohungen mit weiteren Angriffen und einer Eskalation verstärken die Furcht.
Krankenhäuser und Notdienste in und rund um den Teheran–Karadsch-Korridor verzeichnen einen plötzlichen Zustrom von Verletzten. Das ohnehin überlastete Gesundheitssystem steht dadurch noch stärker unter Druck.
Nach Angaben iranischer Stellen handelt es sich bei der B1-Brücke um ein großes neues Bauwerk nahe Teheran, in dessen Umfeld es bislang keine militärischen Aktivitäten gegeben habe. Die Brücke sei erst vor Kurzem für den Verkehr freigegeben worden oder habe kurz davor gestanden. Ihre Beschädigung könne den Verkehr auf einer der meistbefahrenen Pendlerstrecken des Landes über Monate hinweg erheblich stören, warnten sie.
Irans Außenminister Abbas Araghchi spricht von „einem direkten Angriff auf zivile Infrastruktur“. US-Präsident Donald Trump hat Videoaufnahmen der eingestürzten Brücke veröffentlicht und dazu gewarnt, es werde „mehr folgen“; weitere zentrale Ziele in Iran könnten ins Visier geraten. In weiteren Beiträgen auf seiner Plattform Truth Social erklärte Trump, die US-Streitkräfte hätten „noch nicht einmal damit begonnen, das zu zerstören, was von Iran übrig ist“, und nannte ausdrücklich, dass „als Nächstes Brücken, dann Kraftwerke!“ auf ihrer Liste stünden. Das deutet auf eine breiter angelegte Kampagne gegen die iranische Infrastruktur hin.