In der südenglischen Stadt Southampton ist es am Montag nach einer Kundgebung zum Mord an dem Studenten Henry Nowak zu Zusammenstößen zwischen Demonstrierenden und der Polizei gekommen. Aufnahmen zeigten, wie Demonstrierende Polizistinnen und Polizisten bedrängten, Gegenstände warfen und Parolen riefen. Die Lage spitzte sich sowohl nahe des Tatorts als auch vor einer örtlichen Polizeiwache zu.
Auslöser des Protests war die Veröffentlichung von Aufnahmen einer Polizeikörperkamera. Sie zeigen Nowak, der im Dezember tödlich niedergestochen wurde, wie ihn Beamtinnen und Beamte in kritischem Zustand fesseln. Die Bilder lösten bei Teilen der Öffentlichkeit Empörung aus und zogen Hunderte Demonstrierende in die Stadt.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer trugen Schilder mit Nowaks Namen und versammelten sich an Gedenkorten für den Studenten. Die Kundgebung zog auch bekannte rechtsextreme Persönlichkeiten an, darunter Tommy Robinson und der UKIP-Vorsitzende Nick Tenconi. Sie wandten sich an die Menge und kritisierten das Vorgehen der Polizei in dem Fall.
Die Polizei war über die gesamte Kundgebung hinweg mit einem Großaufgebot vor Ort. An mehreren Stellen kam es zu Auseinandersetzungen.