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Juncker will Euro weltweit wichtiger machen

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Von Euronews
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Juncker findet die Vorherrschaft des Dollars in einigen Bereichen „absurd“. Der EU-Kommissionspräsident möchte etwa, dass Europa Öl und Gas künftig in Euro bezahlt.

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EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker will die Rolle des Euro im globalen Zahlungsverkehr stärken. Das sagte er in seiner letzten Rede zur Lage der Europäischen Union vor dem Europaparlament in Straßburg.

Mehr Euro, weniger Dollar

Die EU müsse ein echtes Gegengewicht zu den USA werden. Es sei zum Beispiel "völlig unsinnig", dass Europa den Großteil der Energieimporte in Dollar abrechne, obwohl nur ein kleiner Teil der Einfuhren tatsächlich aus den USA komme.

Stattdessen “muss der Euro zum Gesicht und Werkzeug einer neuen europäischen Souveränität werden. Doch dafür muss zuerst unsere Wirtschafts- und Währungsunion gestärkt werden", sagt Juncker in Straßburg. 

"Kampfansage an Nationalismus und Populismus"

EU-Währungskommissar Pierre Moscovici lobte Junckers leidenschaftlichen Appell. "Das war keine Vermächtnisrede, es war Junckers Überzeugung, als ein Mann, der sich immer für Europa eingesetzt hat und weiß, dass Europa ein globaler Akteur werden muss. Seine Rede war auch eine Kampfansage an Nationalismus und Populismus.“

Auch der drohende Handelskrieg mit US-Präsident Donald Trump war Thema in Junckers Rede vor dem EU-Parlament. "In Washington habe ich im Namen Europas gesprochen. Einige nannten die Vereinbarung, den Deal, den ich mit Präsident Trump aushandelte, eine Überraschung", sagte Juncker.

Er hatte sich mit Trump Ende Juli auf einen Burgfrieden im Zollstreit geeinigt. Trotzdem müssten die EU-Staaten angesichts der Spannungen mit den USA ihre „Kräfte im Handel“ bündeln, vom „global payer“ zum „global player“ werden, so Junckers Appell.

100.000 neue Grenzschützer

Der Kommissionspräsident plädierte zudem für einen besseren Schutz der EU-Außengrenzen. Bis 2020 soll die Zahl der europÄisch finanzierten Grenzschützer auf 10.000 erhöht werden. Gleichzeitig warnte Juncker: Europa dürfe niemals eine Festung werden, die Notleidenden den Rücken kehrt.

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